Mats Hummels

    Mats Hummels: «Gianni Infantino hat eigenes Ende eingeläutet»

    Christoph Böhlen
    Christoph Böhlen

    Zürich,

    Mats Hummels (37) holt in seinem Podcast zum Rundumschlag gegen Gianni Infantino aus. Für den deutschen Weltmeister ist klar: Das Ende als Fifa-Boss naht.

    Gianni Infantino
    Gianni Infantino (2. v. l.) wird jetzt auch von Mats Hummels kritisiert. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Gianni Infantino steht weiter unter heftiger Kritik.
    • Jetzt schiesst auch Weltmeister Mats Hummels gegen den Fifa-Präsidenten.

    In den letzten Wochen steht Gianni Infantino (unfrewillig) im Fussball-Mittelpunkt. Der Fifa-Boss will die WM privatisieren – muss aber nach weltweiten Protesten zurückkrebsen. Auch danach wächst der Druck auf den Präsidenten des Weltfussballverbandes.

    Mehrere Verbände und Funktionäre fordern die Absetzung Infantinos. Jetzt meldet sich ein Weltmeister zu Wort. Mats Hummels spart in seinem Podcast «Alleine ist schwer» nicht mit Kritik am Walliser.

    Mats Hummels
    Mats Hummels (rechts) war an der WM 2026 als TV-Experte im Einsatz – hier mit Thomas Müller. - keystone

    Für Hummels ist klar: Gianni Infantino sei «süchtig nach der Droge Macht und Geld.» Der Fifa-Boss habe sich mit seinen Plänen «sein eigenes Grab geschaufelt.»

    Mats Hummels: «Wie kommst du auf diese Idee?»

    Denn die WM zu privatisieren sei aus Sicht des Weltmeisters von 2014 «einer der grössten Skandale in der Geschichte des Sports. Wie kommst du auf diese Idee? Was geht in deinem Kopf vor, dass du denkst, das wäre okay?»

    Gianni Infantino
    Gianni Infantino (Mitte) steht in der Kritik. - keystone

    Laut dem deutschen Ex-Fussballstar sei die WM das grösste Sportereignis der Welt. Es gebe nichts Verbindenderes, als diese vier Wochen alle vier Jahre. «Dass du das den Menschen wegnehmen willst und dein eigenes Ding draus machen willst, finde ich Wahnsinn.»

    Hat Gianni Infantino noch eine Zukunft als Fifa-Präsident?

    Der Plan von Gianni Infantino wird nun nicht umgesetzt. Trotzdem sieht der 78-fache Nationalspieler die Fifa auf einem schlechten Weg.

    Hummels: «Die Fifa macht in den letzten Jahren alles dafür, den Fussball unpopulärer zu machen.» Aus Eigeninteresse würden Entscheidungsträger den Fussball «einmal komplett finanziell ausmelken.»

    Mats Hummels
    Mats Hummels wird 2014 mit Deutschland Weltmeister. - keystone

    Das führe dazu, dass die Menschen in ein paar Jahren oder Jahrzehnten «keinen Fussball mehr schauen, weil sie es sich nicht mehr leisten können.»

    Was die Zukunft von Gianni Infantino an der Spitze der Fifa angeht, hat Mats Hummels eine klare Meinung: «Ich glaube, damit hat er sein eigenes Ende als FIfa-Präsident eingeleitet.»

    Kommentare

    User #6265 (nicht angemeldet)

    Hauptsache, der SFV unterstützt Infantino noch bzw. distanziert sich nicht von ihm. Wir sind ja neutral. 🤣

    User #4610 (nicht angemeldet)

    Humor ist nicht gefragt, entschuldigung!

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