Der ukrainische Fussball-Rekordmeister Dynamo Kiew rechnet vor dem Rückspiel in der zweiten Runde der Qualifikation zur Champions League mit keinen weiteren personellen Verstärkungen.
Seit 23.07.2020 der Cheftrainer des ukrainischen Rekordmeisters Dynamo Kiew: Mircea Lucescu.
Seit 23.07.2020 der Cheftrainer des ukrainischen Rekordmeisters Dynamo Kiew: Mircea Lucescu. - Efrem Lukatsky/AP/dpa

«Wer wird jetzt schon in die Ukraine spielen kommen? Leider niemand. Wir müssen mit denen spielen, die wir haben», sagte der rumänische Cheftrainer Mircea Lucescu nach dem 0:0 im Hinspiel gegen Fenerbahce Istanbul im polnischen Lodz. Für Kiew war es das erste Pflichtspiel seit Kriegsbeginn. Das Rückspiel findet am nächsten Mittwoch in der Türkei statt.

«In diesem Spiel haben wir unser Potenzial gesehen und im Rückspiel wird alles in Ordnung gehen», sagte Lucescu nach dem Remis. «Zum Auswärtsspiel fahren wir, um zu siegen und sie müssen riskieren.» Der Sieger trifft dann auf den österreichischen Club Sturm Graz. Der Gewinner dieses Duells wiederum steht im Champions-League-Playoff, der Verlierer in der Europa-League-Gruppenphase.

Natürlich ist es für das Team aus der Hauptstadt der Ukraine aktuell eine enorme Herausforderung, Spiele auszutragen. «Fenerbahce hat 30 Fussballer und wir lediglich 20. Hier liegt das Problem», sagte Lucescu: «Das war das erste offizielle Spiel in den vergangen acht Monaten.» Niemand habe die Leistungsfähigkeit der Mannschaft wirklich gekannt. «Das Spiel verlief ausgeglichen mit einem normalen Ergebnis. Ich halte das 0:0 für ein positives Ergebnis», sagte der Cheftrainer.

Seit Kriegsbeginn und dem Abbruch des Ligabetriebs hatte sich der ukrainische Rekordmeister mit Test- und Benefizspielen - wie etwa im April bei Borussia Dortmund - fit gehalten.

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