Kardiologe warnt Fussball-Profis vor Herzschäden

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Deutschland,

Der Kardiologe Tienush Rassaf warnt vor Herzmuskelschäden bei unerkannt an Corona erkrankten Fussball-Profis sowie vor möglichen Folgeschäden durch das Virus.

Ein Kardiologe warnt Fussball-Profis vor Herzschäden. Foto: Tobias Hase/dpa
Ein Kardiologe warnt Fussball-Profis vor Herzschäden. Foto: Tobias Hase/dpa - dpa-infocom GmbH

Fussball-Profis, die unerkannt am Coronavirus erkrankt sind, müssen sich vor Herzschäden in Acht nehmen. Diese Warnung richtete der Kardiologe Tienush Rassaf an die Profi-Kicker. «Trotz aller Tests: Im Endeffekt bleibt ein Risiko», sagte der Direktor der Klinik für Kardiologie und Angiologie am Universitätsklinikum Essen der Deutschen Presse-Agentur.

«Wir wissen, dass Menschen mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung ein erhöhtes Risiko haben, an Covid-19 zu erkranken», sagte Rassaf: «Und wir wissen umgekehrt, dass SARS-CoV-2 zu lebensgefährlichen Herzmuskelerkrankungen führen kann.» Leistungssport sei «eine Stress-Situation für den Körper», sagte der Professor, der zahlreiche Leistungssportler betreut: «Die Abwehrfunktion des Körpers ist in bestimmten Situationen geschwächt. Deshalb können die Organe Schaden nehmen, wenn der Körper von einem Virus befallen ist.»

Genau das könne eben nicht hundertprozentig ausgeschlossen werden. «In der Bundesliga wird sehr gewissenhaft getestet», sagte Rassaf: «Und ich bin kein Virologe. Aber ich würde in Frage stellen, dass man so viele Menschen komplett und durchgehend virusfrei halten kann.» Auf der anderen Seite liessen sich auch Vorerkrankungen am Herz nie ganz ausschliessen: «Es gibt einige Parameter, einen myokardialen Schaden zu messen. Aber die Frage ist, ob das ausreicht. Und ob es nicht sogar eine falsche Sicherheit gibt.»

Rassaf verwies auf ein Positionspapier der Sportmediziner. Laut diesem solle ein symptomfreier Infizierter zwei Wochen überhaupt keinen Sport treiben. «Hat man Symptome gehabt, sollten es eher zwei bis vier Wochen sein», erklärte der Mediziner: «Und hatte man gar eine Lungenentzündung, sollten es mindestens vier Wochen sein.»

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