José Mourinho

José Mourinho kritisiert Star-Trainer: «Zeichen von Schwäche»

Ronny Reisch
Ronny Reisch

Spanien,

Pep Guardiola verliess Manchester City auf eigenen Wunsch und legt eine Pause ein. Reals José Mourinho kritisiert das Sabbatical: «Etwas, das ich hasse!»

José Mourinho
José Mourinho kritisiert Trainerkollegen, die sich freiwillig eine Auszeit nehmen. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • José Mourinho ist zurück bei Real Madrid, während Pep Guardiola ein Sabbatical macht.
  • Der Portugiese kann das nicht nachvollziehen: «Für mich ist das ein Zeichen von Schwäche.»
  • Der 63-Jährige sagt: «Ich höre auf, wenn er da oben entscheidet, dass ich kommen soll.»

Mit 63 Jahren ist er zurück: José Mourinho soll Real Madrid wieder zu Titeln führen. Sein langjähriger Rivale Pep Guardiola hat bei Manchester City derweil hingeschmissen. Der Star-Trainer nimmt sich eine Auszeit – für Mourinho völlig unverständlich.

Mourinho schiesst gegen Guardiola: «Schwäche»

In der Netflix-Dokumentation «Mourinho» lästert der Portugiese gegen seine Trainer-Kollegen: «Manche nehmen sich ein Sabbatical. Etwas, das ich hasse! Für mich ist ein Sabbatical ein Zeichen von Schwäche.»

Mourinho Guardiola
Die Star-Trainer Mourinho und Guardiola sind seit langer Zeit Rivalen. - Keystone

Dabei ist das unter Spitzentrainern keine Seltenheit: Auch Jürgen Klopp, Zinédine Zidane oder Thomas Tuchel nahmen sich freiwillige Auszeiten. Sie alle trainieren mittlerweile ein Nationalteam.

Mourinho gibt aber auch mit 63 Jahren weiter Vollgas: «Meine Welt ist es in ein Fussballstadion mit 50'000 oder 90'000 Menschen einzulaufen. Ohne Fussball fehlt mir etwas.» Seine Passion sei aber keine Besessenheit.

José Mourinho
José Mourinho (mitte) gibt offen zu: «Ohne Fussball fehlt mir etwas.» - Keystone

«Wenn man ein bestimmtes Level erreicht hat, will man einfach nicht mehr weg», sagt José Mourinho. «Ich will immer noch mehr Titel gewinnen. Und ich will noch zehn Jahre arbeiten – vielleicht noch mehr.»

Mourinho: «Ausruhen, wenn ich tot bin»

Das Konzept eines «Sabbatical» erschliesst sich ihm nicht: «Ausruhen kann ich mich, wenn ich tot bin. Ich höre erst auf, wenn er da oben entscheidet, dass ich kommen soll.»

Kannst du verstehen, dass manche Spitzentrainer freiwillig eine Pause einlegen?

Nach Entlassungen hatte auch José Mourinho schon «Pause». Ein ganzes Jahr blieb er dem Fussball seit seinem ersten Trainerjob 2000 aber nie fern. Dabei nahm der vierfache Welt-Clubtrainer des Jahres auch Jobs ausserhalb der vermeintlichen Elite an.

José Mourinho
Zuletzt war José Mourinho wieder Trainer bei Benfica Lissabon, wo seine Trainerkarriere einst startete. Dann klopfte Real an. - Keystone

Über Tottenham, Roma, Fenerbahce und Benfica ist Mourinho nun zurück bei Real Madrid gelandet. Dort holte er in seiner ersten Amtszeit drei Titel – auch gegen Pep Guardiolas FC Barcelona...

Kommentare

User #4568 (nicht angemeldet)

Das Verhältnis Mourinho zu Guardiola ist identisch wie Trump zu Obama. Mourinho soll einfach nur auf seinen Job konzentrieren und nicht sinnlos über andere reden. Und es ist gut möglich, dass er selber eine Pause unfreiwillig einlegen muss

User #3264 (nicht angemeldet)

Seine Erfolge - sind Geschichte!

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