Nach ihren Hilferufen aus einem Hotel in Kiew hat eine Gruppe in der Ukraine beschäftigter brasilianischer Fussballspieler mit ihren Angehörigen offenbar die Stadt verlassen können.
Mehr als 30 brasilianische Spieler stehen bei ukrainischen Erstliga-Clubs unter Vertrag. Foto: Marijan Murat/dpa
Mehr als 30 brasilianische Spieler stehen bei ukrainischen Erstliga-Clubs unter Vertrag. Foto: Marijan Murat/dpa - dpa-infocom GmbH

Der Spieler Marlon Santos von Schachtjor Donezk und der Physiotherapeut Luciano Rosa veröffentlichten auf Instagram Videos aus einem Zug. Dieser war demnach nach Tschnerowitz im Westen der Ukraine, nahe der Grenzen zu Rumänien und Moldau, unterwegs.

In zwei Videos auf dem Instagram-Konto von Santos vom Donnerstag und Samstag waren er und mehrere andere Spieler sowie Frauen, Kinder und ältere Männer - insgesamt gut 40 Menschen - in einem Hotel in der ukrainischen Hauptstadt zu sehen gewesen. Sie baten darin die brasilianische Regierung um Hilfe bei der Ausreise angesichts der russischen Invasion. «Wir müssen hier raus», schrieb der Ex-Verteidiger des FC Barcelona zum zweiten Video. Ihnen gingen Vorräte wie Milch und Windeln für ihre Kinder aus, betonte er.

«Wir alle, die wir im Bunker eines Hotels in Kiew waren, haben es geschafft, da rauszukommen», schrieb Santos wenige Stunden später zum Video aus dem Zug. Die Option, mit dem Zug zu fahren, habe ihnen die Botschaft ihres südamerikanischen Heimatlandes angeboten. Die Europäische Fussball-Union UEFA und der ukrainische Fussballverband hätten eine Eskorte zum Bahnhof gestellt.

Das Nachrichtenportal G1 berichtete, für die Brasilianer sollte es von Tschernowitz aus mit dem Bus nach Rumänien weitergehen. Es gebe noch weitere brasilianische Fussballer in der Ukraine, die mit ihren Familien das Land auf verschiedenen Wegen zu verlassen versuchten. Mehr als 30 brasilianische Spieler stehen bei ukrainischen Erstliga-Clubs unter Vertrag, allein zwölf bei Schachtjor Donezk.

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