Der niederländische Nationalcoach Louis van Gaal begrüsst vor der WM in Katar die Forderungen nach Entschädigungen für die Familien verstorbener Zwangsarbeiter.
Louis van Gaal
Der niederländische Nationalcoach Louis van Gaal. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Vor der WM in Katar werden Entschädigungs-Forderungen für Zwangsarbeiter-Familien laut.
  • Holland-Nationalcoach Louis van Gaal stimmt den Forderungen «natürlich» zu.
  • Vor allem angesichts ihrer Millionen-Profite müsse die Fifa die «Konsequenzen tragen.»

Die Debatten über Menschenrechte reissen vor dem Start der WM 2022 in Katar nicht ab: Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat von der Fifa zuletzt Entschädigungen für die Familien verstorbener Zwangsarbeiter gefordert.

Nun erhält die Organisation prominente Unterstützung aus der Fussball-Welt: Louis van Gaal, Trainer der niederländischen Nationalmannschaft, begrüsst die Forderung nach einem Entschädigungs-Fonds.

«Natürlich» sei er für die Entrichtung von Entschädigungen an betroffene Familien, betont der 71-Jährige Star-Coach an einer Pressekonferenz der Nationalmannschaft. «Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Fifa mit der WM Millionen-Profite macht», so Louis van Gaal weiter. «Wenn sie so schlau sind, die WM dort zu organisieren, müssen sie auch alle Konsequenzen tragen», kritisiert er die Fifa.

Für den Bau der WM-Stadien in Katar wurden teilweise nachweislich Zwangsarbeiter unter menschenrechtswidrigen Bedingungen eingesetzt. Schätzungen gehen davon aus, dass dabei mehrere tausend Arbeiter ums Leben kamen.

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