Gennaro Gattuso ist nicht mehr Nationaltrainer Italiens
Trainer-Knall bei der Squadra Azzurra. Nach dem Verpassen der WM tritt Gennaro Gattuso nach nicht einmal einem Jahr zurück.

Das Wichtigste in Kürze
- Gennaro Gattuso tritt als Nationaltrainer Italiens zurück.
- Die Italiener verpassten unter ihm die dritte WM in Serie.
Nach dem blamablen Verpassen der WM ziehen der italienische Verband und Trainer Gennaro Gattuso die Konsequenzen: Der Vertrag des 48-Jährigen wird in beidseitigem Einvernehmen aufgelöst.
Zur Trennung sagt der ehemalige Mittelfeld-Abräumer laut Mitteilung: «Schweren Herzens, da wir unser gestecktes Ziel nicht erreicht haben, betrachte ich meine Zeit als Nationaltrainer als beendet. Das Trikot der Azzurri ist das wertvollste Gut im Fussball. Weshalb es richtig ist, von Anfang an die Weichen für zukünftige Beurteilungen zu stellen.»

Gattuso hatte das Amt erst im vergangenen Sommer übernommen. Er folgte auf Luciano Spalletti, nun dauert seine Amtszeit nur wenige Monate.
Elfer-Drama gegen Bosnien
In der WM-Qualifikation erreichte Italien nur den zweiten Platz hinter Norwegen. Dies bedeutete den Umweg über die Playoffs. Dort bezwang das Team zuerst Nordirland erfolgreich.
Im entscheidenden Spiel gegen Bosnien-Herzegowina reichte es aber nicht. Nach einem 1:1 folgte das Drama im Elfmeterschiessen. Die Bosnier behielten die Nerven und eliminierten den Europameister von 2021.
Es ist bereits das dritte Mal in Serie, dass die «Azzurri» eine WM verpassen. Letztmals nahm das Land 2014 in Brasilien an einer Weltmeisterschaft teil.
Auch Buffon und Gravina treten zurück
Gattuso ist nicht das einzige prominente Opfer der verpassten WM-Qualifikation. Bereits am Donnerstag hatten Verbandschef Gabriele Gravina und Sportdirektor Gianluigi Buffon ihre Rücktritte angekündigt. Beide stellten ihre Ämter zur Verfügung.
Der ehemalige Weltklasse-Torhüter Buffon war erst kürzlich in die Verbandsführung gewechselt. Gravina führte den italienischen Verband seit mehreren Jahren.
Die Trennung von Gattuso erfolgte laut Verband einvernehmlich. Der frühere Milan-Spieler und -Trainer hatte seine Laufbahn als Coach einst beim FC Sion in der Schweiz begonnen.












