«Dreckstore» nerven Freiburg bei Sieglos-Serie

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    Der SC Freiburg schnuppert nach dem «Schock» gegen Mainz in Augsburg am Sieg, doch dann landet ein abgefälschter Schuss im Tor. Der verhinderte Matchwinner Grifo ist «total» genervt, Kapitän Günter könnte «durchdrehen». Trainer Streich hat das Langfristziel im Blick.

    Kapitän Christian Günter (r) und seine Freiburger waren nach dem 1:1 in Augsburg genervt. Foto: Stefan Puchner/dpa
    Kapitän Christian Günter (r) und seine Freiburger waren nach dem 1:1 in Augsburg genervt. Foto: Stefan Puchner/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der nächste Stimmungsdämpfer bei der Freiburger Sieglos-Serie sorgte für mächtig Frust.

    «Wieder so ein abgefälschtes Ding. Da fliegen uns gerade reihenweise solche Dreckstore rein», sagte Kapitän Christian Günter nach dem 1:1 (0:0) beim FC Augsburg.

    Die Führung von Vincenzo Grifo reichte nicht. «Es nervt mich total, da könntest du innerlich durchdrehen», haderte der Deutsch-Italiener nach seinem dritten Saisontor. «Wir haben das Glück nicht auf unserer Seite, das müssen wir uns zurückholen. Aber auf diese Leistung können wir aufbauen.»

    Acht Spiele warten die Freiburger schon auf einen Sieg, nach drei Niederlagen gab es in dem sehr zähen Duell in Schwaben immerhin wieder ein Pünktchen. «Wir brauchen nicht hadern. Vorwärts denken, arbeiten und am Ende wird abgerechnet», sagte Trainer Christian Streich. «Nach 34 Spieltagen müssen wir drei Mannschaften hinter uns lassen.» Nach dem neunten Spieltag war das für das nur am ersten Spieltag in Stuttgart siegreiche Freiburger Team der Fall.

    Streich attestierte seiner umformierten Mannschaft nach einem «Schock» beim 1:3 gegen Mainz in Augsburg eine «gute Mannschaftsleistung von der Haltung», wies aber auch auf Mängel hin. «Spielerisch geling im Moment nicht alles», sagte der 55-Jährige. Beide Teams boten eine schwache Vorstellung, was auch den ehemaligen Nationalspieler Sami Khedira beim «Sportstudio»-Besuch mit seinem jüngeren Bruder und Augsburg-Profi Rani nicht begeisterte. «Es war ein bescheidenes Spiel», sagte der Weltmeister von 2014 im ZDF.

    In der kommenden Woche steht für die Freiburger das schwierige Heimspiel gegen Champions-League-Teilnehmer Borussia Mönchengladbach an. Danach folgen Aufgaben gegen vermeintlich leichtere Gegner wie Arminia Bielefeld und Schalke 04. Die Serie ohne Dreier soll nach Wünschen der Breisgauer möglichst bald enden, in der Saison 2014/15 blieben sie gar zwölf Spiele ohne Sieg. «Wir sind zufrieden, wie wir aufgetreten sind. Mit dem Ergebnis natürlich nicht, wenn man 1:0 führt», sagte Streich.

    Seit 2012 führt Streich die Freiburger Profis, ist mit Abstand der dienstälteste Bundesliga-Trainer. Die aktuelle Misere dramatisiert der charismatische Coach nicht. Für ihn sind es die normalen Mechanismen des Geschäfts. Mit dem durch den ehemaligen Augsburger Jonathan Schmid abgefälschten Gegentor dürfe man sich daher auch einfach nicht aufhalten, sagte er. «Ich hadere nicht, ich weiss, dass es im Moment so ist. Letztes Jahr hatten wir in einer anderen Phase Glück und jetzt laufen Dinge gegen uns. Das ist einfach so im Fussball.»

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