Emil Forsberg trifft gegen Union Berlin spät zum Sieg und schiesst damit RB Leipzig in den DFB-Pokal-Final.
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Emil Forsberg schiesst RB Leipzig in den DFB-Pokal-Final - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Emil Forsberg schiesst RB Leipzig in den Final des DFB-Pokals.
  • Dort treffen die Sachsen in Berlin auf den SC Freiburg.
  • Der Final wird am 21. Mai stattfinden.

So stellen sich die Fans die Schlussphase eines Halbfinals vor. RB Leipzig und Union Berlin belauern sich lange – und dann trifft doch noch der eingewechselte Torjäger. RB greift in dieser Saison nach zwei Titeln.

Die Leipziger Spieler rannten wie wild auf ihren Pokalhelden Emil Forsberg zu. Nur Meter daneben liessen sich die traurigen Profis von Union Berlin auf den Rasen fallen. Angestachelt von ihrer Rekordkulisse und dank ihres schwedischen Torjägers Forsberg hat RB Leipzig zum dritten Mal das DFB-Pokal-Endspiel erreicht.

DFB-Pokal: RB Leipzig gegen SC Freiburg im Final

«Finale Berlin 2022», stand auf den Shirts der RB-Sieger nach dem hart erkämpften 2:1 (0:1) am Mittwochabend gegen den Hauptstadtclub. Gegner am 21. Mai im Olympiastadion ist der SC Freiburg.

André Silva (61. Minute) per Foulelfmeter und der eingewechselte Forsberg (90.+1) drehten vor 47 069 Zuschauern den Rückstand durch Sheraldo Becker (25.).

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Emil Forsberg mit dem Tor in der Nachspielzeit. - keystone

In den Final wird Leipzig, das in der Europa League ebenfalls in das Endspiel einziehen kann, erstmals als Favorit gehen. So nah dran waren die Sachen am ersten Titel der Clubgeschichte noch nicht.

Protest der Union-Fans

Ein Grossteil der Union-Fans schwieg in den ersten 15 Minuten. Aus Protest gegen die Struktur von RB Leipzig und wie seit 2014 während jeder Partie der beiden Clubs.

«Wir müssen es akzeptieren und die ersten 15 Minuten überstehen», hatte Trainer Urs Fischer bei Sky gesagt. Sein Team brauchte tatsächlich ein wenig, um in die Partie zu finden. RB zeigte zunächst den klareren Spielaufbau.

Dominik Szoboszlai gab einen ersten Schuss im Berliner Strafraum ab (11.). Insgesamt hatte Tedesco seine Startelf im Vergleich zum Sieg in der Liga in Leverkusen auf sechs Positionen verändert.

Union kommt besser ins Spiel

Doch Tedescos Mannschaft hatte zunehmend Probleme mit der hohen Intensität des Berliner Pressings. Nach Ballverlusten schaltete Union sofort um und setzte in der Offensive immer wieder auf die Schnelligkeit des umworbenen Taiwo Awoniyi.

Grischa Prömel traf zunächst das Aussennetz (15.). Mit einem ganz starken Pass über die Breite des Feldes setzte dann Christopher Trimmel den heranstürmenden Becker ein.

Der liess RB-Torwart Péter Gulácsi keine Chance. Die Berliner Fans feierten lautstark, Tedesco rief sofort Anweisungen in Richtung seiner RB-Spieler.

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Becker trifft zum 1:0 für Union Berlin. - keystone

Clubchef Oliver Mintzlaff hatte in der ARD noch einmal klargestellt: «Wir wollen wieder nach Berlin und es besser machen als die zwei Mal zuvor.» 2019 war der FC Bayern zu stark, 2021 Borussia Dortmund. Und jetzt Union schon im Halbfinal?

Leipzig steigert sich nach dem Gegentreffer

André Silva vergab in der 37. Minute eine riesige Chance aus gut elf Metern zum Ausgleich. Die Partie wurde zudem hitziger, Schiedsrichter Felix Brych bekam viel zu tun.

Leipzigs Abwehrchef Willi Orban näherte sich mit einem Kopfball dem Berliner Tor (48.). RB wurde offensiver, allerdings ohne dabei gefährliche Chancen herauszuspielen.

Der Fernschuss von Dani Olmo war kein Problem für Unions Torwart Frederik Rönnow (55.). Die Leipziger Kreativspieler um Christopher Nkunku, Olmo und Szoboszlai konnten sich in dieser Phase zu selten durchsetzen.

Union verpasst es allerdings auch in der zweiten Halbzeit, die Konter zum frühen zweiten Tor zu nutzen. Awoniyi vergab aus sehr aussichtsreicher Position nach Zuspiel von Becker (57.).

Das rächte sich, als Brych nach einem Foul von Paul Jaeckel an Nkunku auf Elfmeter entschied. Silva verwandelte sicher. Es folgte eine packende, aber höhepunktarme Pokal-Schlussphase. Und dann kam Forsberg fast in der letzten Minute der Partie.

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