Thorsten Legat rechnet mit Kanzler Merz ab
Thorsten Legat beklagt Deutschlands politische Lage und fürchtet den Aufstieg der AfD. Auf Mallorca habe er Abstand gewonnen.

Thorsten Legat hat Bundeskanzler Friedrich Merz scharf kritisiert. Im Gespräch mit der «Neuen Osnabrücker Zeitung» erklärte der ehemalige Bundesligaprofi, Merz verstehe die Regierungsführung nicht.
«Ich sage es ganz deutlich: Er ist die Marionette Deutschlands!», sagte Legat laut «Bild». Niemand nehme den Kanzler noch ernst, ergänzte der 57-Jährige.
«Am ersten Tag hat er davon gesprochen, was er alles verändern will, und es passiert nichts», kritisierte der Ex-Fussballer. Legat wurde noch deutlicher: «Da schäme ich mich, Deutscher zu sein.»
Thorsten Legat widerspricht Merz bei Arbeitsmoral
Auch Merz’ Aussagen über die Arbeitsmoral der Deutschen stossen bei Thorsten Legat auf deutlichen Widerspruch. Besonders ärgere ihn das «Gerede, dass wir Deutschen faul sind und mehr arbeiten müssen».

Legat bezeichnete diese Darstellung als realitätsfern. Er kenne Familien, in denen Eltern mehrere Arbeitsstellen hätten, um finanziell zurechtzukommen, sagte er laut «Neue Osnabrücker Zeitung».
Legat kritisierte zudem, Merz ruhe sich selbst auf seinen Millionen aus. Solche Aussagen spielten politischen Gegnern in die Karten.
AfD bereitet Legat Angst
Thorsten Legat blickt zugleich mit Sorge auf die politische Entwicklung in Deutschland. Besonders ein möglicher Machtgewinn der AfD bereitet dem ehemaligen Bundesligaprofi Angst.
«Wenn die AfD an die Macht kommt, will ich nicht wissen, was dann passiert», sagte der 57-Jährige. «Da bekomme ich Angst», erklärte Legat laut «Zeit».
Legat lebt inzwischen auf Mallorca und hat Deutschland nach eigenen Worten «ganz bewusst den Rücken gekehrt». Nach Angaben der «Mallorca Zeitung» ist er dort zudem als Trainer des neu gegründeten Fussballklubs Germania Mallorca tätig.
Abschied vom Reality-TV
Parallel zu seinen politischen Aussagen kündigte Legat seinen endgültigen Rückzug aus dem Reality-TV an, berichtet die «Rheinische Post». «Mich sieht im Reality-TV kein Mensch mehr, nie im Leben», sagte der 57-Jährige.

Der Branche warf er Manipulation vor und kündigte an, mit den Menschen dort künftig nichts mehr zu tun haben. Für seine mehr als 18 Jahre im Fernsehen zeigte sich Legat dennoch dankbar, berichtet die «Welt».
Aktuell ist der ehemalige Fussballprofi noch in der zweiten Staffel der «Villa der Versuchung» zu sehen, wie «Joyn» schreibt. Zuvor nahm er unter anderem am Dschungelcamp und am «Sommerhaus der Stars» teil.












