CL: Arsenal & Atlético machen nur Finalverlierer unter sich aus
Heute wird der erste Finalist der Champions League bekannt. Doch haben Arsenal oder Atlético im Endspiel überhaupt eine Chance? Das sagt Nau.ch.

Das Wichtigste in Kürze
- Um 21 Uhr steigt das Halbfinal-Rückspiel zwischen Arsenal und Atlético.
- Der Sieger zieht nach dem 1:1 im Hinspiel in den Final der Champions League ein.
- Dort warten Bayern München oder PSG – eine klare Sache? Bei Nau.ch ist man sich uneinig.
Am 30. Mai steigt in Ungarn der Final der Champions League. Nach den Halbfinal-Hinspielen ist für viele Fans klar: Der Sieger aus dem Duell PSG gegen Bayern München wird in Budapest auch den Henkelpott stemmen.

Das 5:4 im Hinspiel hat die Fussball-Welt begeistert – das 1:1 zwischen Arsenal und Atlético sorgt hingegen für wenig Euphorie.
Im heutigen Rückspiel machen die «Gunners» und die «Rojiblancos» den Finaleinzug unter sich aus. Und damit auch gleich den Finalverlierer? Bei Nau.ch ist man sich nicht einig.
Andrea Schüpbach, Sport-Redaktor
«Seit letztem Dienstag ist für mich klar: Das Sprichwort ‹Offense wins games, defense wins championships› kann man kübeln. Das sind keine guten News für Atlético und Arsenal.
Etwas Besseres als das Halbfinal-Hinspiel PSG gegen Bayern habe ich noch nie gesehen. Sowohl was Spektakel, aber auch Qualität auf dem Platz angeht.
Neun Tore, obwohl viele Verteidiger ein gutes Spiel gemacht haben. Upamecano ein sehr gutes. Torwart-Fehler gab es keine. Das reicht aber nicht. Anders als etwa beim irren Bayern-4:3 gegen Real haben Kompanys und Enriques Mannen nicht einfach Fehler des Gegners ausgenutzt.
00:00 / 00:00
Diese beiden Offensiven sind schlichtweg nicht zu verteidigen. Kane, Diaz, und Olise – Dembélé, Kvaratskhelia und Doué. Zu gut. Beide Teams können gegen jedes Top-Team drei, vier oder auch fünf Tore schiessen.
Egal, wie gut die Krieger von Arteta und Simeone hinten kämpfen und mauern. Heute Abend machen die Spanier und die Engländer nur den Final-Verlierer unter sich aus.»

Christoph Böhlen, Sportchef
«Natürlich hat das 5:4-Spektakel zwischen PSG und Bayern München jeden Fussball-Fan begeistert. Schon das Hinspiel wird zum vorgezogenen Final der Champions League – die Vorfreude auf das Rückspiel vom Mittwoch ist riesig.
Und auch wenn ich mir wie in jedem Jahr einen Bundesligisten als Champion der Königsklasse wünsche: Der Sieger aus dem Duell FCB-PSG ist nicht automatisch auch der Gewinner des Henkelpotts!

Dass sich Paris und die Bayern ein Spektakel liefern, liegt vor allem am gewaltigen Offensivpotenzial der beiden Teams.
In der Defensive haben beide Mannschaften auch am Wochenende ihre liebe Mühe. Bayern muss sich gegen Schlusslicht Heidenheim mit einem 3:3 begnügen, PSG kommt zuhause gegen Lorient (mit Yvon Mvogo) nicht über ein 2:2 hinaus.
Egal ob Arsenal oder Atlético sich heute den Finaleinzug sichert: Es wartet ein happiger Endspiel-Gegner auf den Favoriten aus München oder Paris.

Sowohl die «Gunners» als auch die «Colchoneros» sind ein körperlich unangenehmer Gegner. Es wird so oder so ein physischer und intensiver CL-Final – und der kann durch einzelne Fehler oder Standard-Situationen entschieden werden.
Das macht Atlético und Arsenal zu einem Gegner auf Augenhöhe: Weder PSG noch die Bayern haben den Titel bei einem Finaleinzug schon auf sicher!»

















