Thomas Tuchel bleibt mit Chelsea erfolgreich. Mit einer B-Elf kämpft sich seine Mannschaft ins Pokal-Halbfinale. Dort heisst der Gegner Man City. Das Guardiola-Team ist weiter im Rennen um vier Titel.
Ein Eigentor von Sheffields Oliver Norwood (r, vor Tor) ebnete dem FC Chelsea den Einzug ins Pokal-Halbfinale. Foto: David Klein/CSM via ZUMA Wire/dpa
Ein Eigentor von Sheffields Oliver Norwood (r, vor Tor) ebnete dem FC Chelsea den Einzug ins Pokal-Halbfinale. Foto: David Klein/CSM via ZUMA Wire/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Thomas Tuchel steht mit dem FC Chelsea im Halbfinale des englischen FA Cups und empfängt in der nächsten Runde im April das Starensemble von Pep Guardiola und Manchester City.

Ohne zahlreiche Stammspieler kam die Tuchel-Elf am Sonntag durch ein 2:0 (1:0) gegen Premier-League-Schlusslicht Sheffield United weiter. «Das ist hervorragend», sagte Tuchel. Im zweiten Halbfinale erwartet Leicester City, das Manchester United mit 3:1 abfertigte, den FC Southampton, der mit 3:0 bei Zweitligist AFC Bournemouth gewann.

Chelsea siegte zuhause an der Stamford Bridge durch ein Eigentor von Sheffields Oliver Norwood (24. Minute) und einen späten Treffer von Hakim Ziyech (90.+2). Tuchel, seit seinem Amtsantritt im Januar in 14 Spielen unbesiegt, schonte im Pokal zahlreiche Stammspieler, darunter die deutschen Nationalspieler Antonio Rüdiger, Timo Werner und Kai Havertz, die alle im DFB-Kader für die kommenden Länderspiele stehen. Einzig Havertz kam in den letzten 20 Minuten zum Einsatz.

«Wir waren eindeutig müde», resümierte Tuchel. «Wir hatten in der zweiten Hälfte Glück, dass wir das Tor sauber gehalten haben.» Nach einer dominanten ersten Halbzeit, in der Chelsea höher hätte führen müssen, taten die Blues in der zweiten Hälfte nur das Nötigste. Kurz vor dem Abpfiff verpasste Rhian Brewster die Chance zum Ausgleich für Abstiegskandidat Sheffield und verfehlte nur knapp das Tor. Im Gegenzug sorgte Ziyech für die Entscheidung.

Halbfinal-Gegner und Premier-League-Spitzenreiter Man City hat weiter die Chance auf vier Titel in dieser Saison. Guardiolas Team tat sich beim defensiven FC Everton allerdings lange schwer. Erst in der 84. Minute erlöste der deutsche Nationalspieler Ilkay Gündogan sein Team im Goodison Park. Der eingewechselte Kevin De Bruyne (90.) machte alles klar für Citys dritten Halbfinal-Einzug in Folge im FA Cup.

«Wir sind nicht nur körperlich in der Lage mitzuhalten, sondern auch mental», sagte Gündogan im Interview auf der Club-Website. Der seit Monaten überragende 30-Jährige traf nach einem Abpraller per Kopf zur Führung. «Ich geniesse das natürlich, aber das tut jeder», so Gündogan, der ebenfalls im DFB-Aufgebot steht.

«Das nächste Ziel ist, von der Länderspielpause gesund und in Bestform zurückzukommen», sagte der Mittelfeldspieler. «Dann beginnt die entscheidendste Phase der Saison.» City führt die Liga mit grossem Vorsprung an, steht im Champions-League-Viertelfinale gegen Borussia Dortmund und im Ligapokal-Endspiel gegen Tottenham Hotspur. Gündogan warnte: «Da kann man viel gewinnen, aber auch viel verlieren.»

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