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    BVB: Lucien Favre will Bayern mit zwei gleichstarken Teams jagen

    Andrea Schüpbach
    Andrea Schüpbach

    Deutschland,

    Der BVB will in dieser Saison die Bayern vom Thron stossen. Dafür fordert Trainer Lucien Favre eine A- und B-Dortmund-Elf auf dem gleichen Niveau.

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    Lucien Favre bereitet seinen BVB auf die neue Bundesliga-Saison vor. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Borussia Dortmund schloss die letzte Bundesliga-Saison «nur» auf Platz zwei ab.
    • Das soll sich in der neuen Spielzeit ändern.
    • Lucien Favre fordert dafür zwei gleichstarke BVB-Teams.

    Der BVB will endlich wieder Deutscher Meister werden. Für Trainer Lucien Favre geht es aber nicht bloss um Titel: Der Schweizer spielt um seinen Job an der Dortmunder Seitenlinie.

    Holt der BVB in der Saison 2020/21 die Schale?

    Sein Vertrag läuft am Saisonende aus. Die Bosse wollen nur verlängern, wenn Favre Gelb-Schwarz zur Meisterschaft führt. Nach zwei zweiten Plätzen muss Favre jetzt also Meister werden.

    Lucien Favre: «BVB braucht zwei gleichstarke Teams»

    Um dies zu erreichen, brauche er mehr Breite im Kader, fordert der Ex-FCZ-Coach im Interview mit der «SportBild». «Wir brauchen zwei Mannschaften, zwei richtige Mannschaften. Aber die haben wir im Moment noch nicht», so der Schweizer.

    Mit seiner Forderung macht er deutlich, dass er weitere Transfers begrüssen würde. Der aktuelle Kader reicht nicht, um in allen drei Wettbewerben bestehen zu können.

    Dortmund-Bosse kündigen keine grossen Transfers an

    Wie kommen die Favre-Worte bei der Führung des BVB an? Sport-Direktor Michael Zorc gibt seinem Trainer einerseits recht: «Durch die Ballung der Spieltermine werden die nächsten Monate sehr herausfordernd für uns. Darüber sind wir uns einig, deshalb wollen wir den Kader auch in der Breite gut aufstellen.»

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    Michael Zorc ist Sport-Direktor beim BVB – er fordert von Favre den Meistertitel. - Keystone

    Aber: «Durch die Corona-Krise ist die Situation auf dem Transfermarkt kein Wunschkonzert. Wir müssen die wirtschaftliche Lage des Clubs im Blick behalten», so Zorc.

    Er finde, man sei bereits sehr gut aufgestellt. «Der Umgang mit diesem Kader obliegt nun natürlich dem Trainer. Die Rotation wird wichtig sein, gerade in den Wochen der Champions-League-Gruppenphase. Wir müssen ja fast permanent alle drei Tage spielen.»

    Linke Seite ist Dortmunds Sorgenkind

    Um «zwei richtige Mannschaften» aufstellen zu können, wünscht sich Favre wohl gerne Verstärkung auf den Aussenpositionen. Vor allem auf links.

    Die erste Mannschaft ist mit Aussenverteidiger Raphaël Guerreiro (26) und Flügel Thorgan Hazard (27) top. Es fehlt aber an Back-ups. Linksverteidiger Nico Schulz (27) kam 2019 für 25 Millionen aus Hoffenheim, konnte sich unter Favre aber nicht durchsetzen. Berlin-Rückkehrer Marius Wolf (25) spielt ebenso keine Rolle.

    Zudem fehlt im Sturm Ersatz für Shootingstar Erling Braut Haaland (20). Top-Talent Youssoufa Moukoko (15) ist erst im November einsatzberechtigt.

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