Fussball-Stars aus Bosnien-Herzegowina üben heftige Kritik am Plan des bosnischen Verbandes, ein Freundschaftsspiel gegen Russland zu bestreiten.
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Inter-Star Edin Dzeko kündigt an, das Testspiel gegen Russland zu boykottieren. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Bosnien-Herzegowina soll im November ein Freundschaftsspiel gegen Russland bestreiten.
  • Bosnische Fussball-Stars kritisieren den Entscheid vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs.

Die bosnische Fussballnationalmannschaft soll im November ein Testspiel gegen Russland absolvieren. Dass der bosnische Verband diese Einladung angenommen hat, sorgt für Kritik.

Vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs ist die Entscheidung heftig umstritten, mehrere bosnische Fussballstars melden sich zu Wort. «Ich bin sprachlos», lässt sich beispielsweise Ex-Barça-Star Miralem Pjanic von der «Bild» zitieren. Auch Inter-Stürmer Edin Dzeko zeigt sich gegenüber «Klix» empört und will die Partie boykottieren: «Ich habe meine Position, die klar ist und die nicht beinhaltet, dieses Spiel zu spielen, während unschuldige Menschen leiden.»

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«Ich bin sprachlos», sagt Miralem Pjanic, der erst am Mittwoch vom FC Barcelona in die arabische Liga gewechselt ist. - Keystone

Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine ist Russland von der Fifa für sämtliche Wettbewerbe gesperrt worden. Freundschaftsspiele können weiterhin ausgetragen werden.

Die Partie Russland gegen Bosnien soll in St. Petersburg stattfinden und ist auf den 19. November angesetzt – einen Tag vor dem Start der WM in Katar. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs wäre es das erste Heimspiel der russischen Nationalmannschaft.

In zwei Wochen soll Russland bereits in Kirgistan testen und damit das erste Länderspiel seit Kriegsbeginn bestreiten.

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