Nachdem Martins positiv auf das Coronavirus getestet wurde, soll er sich online kritisch über den Conmebol geäussert haben. Jetzt ist er für ein Spiel gesperrt und muss 20.000 US-Dollar zahlen.
Boliviens Marcelo Martins feiert einen Treffer bei der WM-Qualifikation 2020 in Südamerika. Foto: Juan Karita/AP/dpa
Boliviens Marcelo Martins feiert einen Treffer bei der WM-Qualifikation 2020 in Südamerika. Foto: Juan Karita/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Wegen seiner Kritik an der Verlegung der Copa América nach Brasilien und dem südamerikanischen Fussballverband Conmebol ist der bolivianische Stürmer Marcelo Martins für ein Spiel gesperrt worden.

Zudem muss der Profi vom brasilianischen Zweiligisten Cruzeiro Belo Horizonte eine Geldstrafe in Höhe von 20.000 US-Dollar zahlen, wie der Verband am Freitag mitteilte.

Martins war einen Tag vor dem Anpfiff der Copa América am vergangenen Sonntag positiv auf das Coronavirus getestet worden. Danach soll er sich in den sozialen Medien kritisch über den Conmebol geäussert haben. Unter anderem warf er dem Fussballverband offenbar vor, den Profit über die Gesundheit der Spieler zu stellen. Sollte Martins seine Vorwürfe wiederholen, droht ihm nach Angaben des Verband eine Sperre von einem Jahr.

Das südamerikanische Kontinentalturnier war erst von wenigen Wochen nach Brasilien verlegt worden, nachdem Argentinien wegen der zweiten Corona-Welle als Ausrichter abgesprungen war. Der südamerikanische Fussballverband Conmebol geriet daraufhin in die Kritik, denn auch Brasilien ist noch immer ein Corona-Brennpunkt: Über 17,8 Millionen Menschen haben sich dort nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, fast eine halbe Million Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 bisher gestorben. Bei der Copa América sind bislang 65 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden.

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