Auch ohne Torjäger Patrik Schick befindet sich Bayer Leverkusen auf dem besten Wege in die Champions League.
Bayer Leverkusen
Die Leverkusener Spieler jubeln nach dem Treffer zum 2:0. - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Schick, mit 20 Toren zweitbester Liga-Torschütze nach Bayern-Star Robert Lewandowski, wird wegen eines Muskelfaserrisses in der Wade nach Club-Angaben einige Wochen fehlen.

Schick-Vertreter Lucas Alario ebnete beim nie gefährdeten 3:0 (1:0) gegen Abstiegskandidat Arminia Bielefeld mit dem 1:0 (30.) den Weg zum fünften Sieg im siebten Spiel des Jahres für den Tabellendritten der Fussball-Bundesliga, der zudem erstmals seit Mitte November ohne Gegentor blieb. In den vergangenen fünf Jahren hatte Bayer viermal die Qualifikation für die Königsklasse verpasst.

Schick, mit 20 Toren zweitbester Liga-Torschütze nach Bayern-Star Robert Lewandowski, wird wegen eines Muskelfaserrisses in der Wade nach Club-Angaben einige Wochen fehlen. Für den Argentinier Alario, der Bayer am Saisonende verlassen will, war es erst der dritte Saisontreffer. Moussa Diaby, der einen Doppelpack nachlegte (56./81.), traf alleine in den letzten fünf Spielen sieben Mal. Der Tabellen-14. Bielefeld musste nach nur einer Niederlage aus acht Spielen mal wieder einen Rückschlag hinnehmen.

Vor dem Anpfiff ein schönes Bild: Bei der Schweigeminute vermischten sich beide Teams im Anstosskreis und gedachten so tatsächlich gemeinsam der Opfer in der Ukraine. Auf Karnevalsmusik im Vorfeld verzichtete Bayer am Karnevalssamstag aus Pietätsgründen.

Seoane mit fünf Wechseln in der Startelf

Leverkusens Trainer Gerardo Seoane hatte nach dem 2:3 in Mainz in der Vorwoche fast die halbe Startelf ausgetauscht und fünf Neue gebracht. Nur der Wechsel von Alario für Schick war dabei notgedrungen. Die Gäste aus Ostwestfalen, die mit einem 2:0 im vergangenen März den ersten Sieg unter Trainer Frank Kramer gefeiert hatten, begannen erstaunlich mutig und offensiv - und wären fast sofort bestraft worden. Ganze 100 Sekunden waren gespielt, als Paulinho von der Mittellinie alleine aufs Arminia-Tor lief, sich von Stefan Ortega aber geschickt abdrängen liess und vertändelte. Da merkte man dem eigentlich sehr agilen Brasilianer, der seit Anfang November nur einmal in der Startelf gestanden hatte, die mangelnde Spielpraxis an.

In der 24. Minute hätte Paulinho dies fast mit einem spektakulären Hackentor vergessen gemacht, doch auch das verhinderte der sichere Ortega. Weitere sechs Minuten später war Paulinho dann der Vorbereiter der Führung, allerdings glücklich. Bei einer Direktabnahme schoss er sich gegen die Hand, Alario schob den Ball ein und der Treffer überstand die Video-Überprüfung.

Nach der insgesamt hochverdienten Pausenführung blieb Leverkusen auch in der zweiten Halbzeit dominant, brauchte aber lange, um nachzulegen. Alario stand bei seinem vermeintlichen zweiten Treffer im Abseits (48.), ein Schuss von Jonathan Tah in dessen 200. Bundesliga-Spiel wurde von Joakim Nilsson abgeblockt (55.). Und dann fiel das 2:0 doch durch Diaby, der sich nach Doppelpass mit dem erneut spielfreudigen Florian Wirtz energisch durchsetzte. Und der formstarke Franzose legte sogar nochmal nach.

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