Amateur- zu Profifussball: Ginter beklagt wachsende Kluft

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Deutschland,

Nationalspieler Matthias Ginter hofft auf Veränderungen im Fussball-Geschäft nach der Corona-Krise.

Sieht nicht nur postive Seiten des Profifussballl: Gladbachs Matthias Ginter. Foto: Roland Weihrauch/dpa
Sieht nicht nur postive Seiten des Profifussballl: Gladbachs Matthias Ginter. Foto: Roland Weihrauch/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Profibereich habe sich in den vergangenen Jahren «immer weiter spezialisiert», immer mehr Gelder seien geflossen.

«Ich glaube, dass es kein Geheimnis ist, dass der Fussball, gerade im Profibereich, sich immer weiter von der normalen Gesellschaft entfernt hat», sagte der 26 Jahre alte Abwehrspieler des Bundesligisten Borussia Mönchengladbach in einem SWR-Interview. Horrende Ablösesummen von mehr als 200 Millionen Euro könne man keinem Amateurfussballer mehr erklären. «Das ist nicht mehr greifbar.»

Der Profibereich habe sich in den vergangenen Jahren «immer weiter spezialisiert», immer mehr Gelder seien geflossen. Der Amateurbereich sei dagegen mehr oder weniger stehengeblieben. Entweder man fördere den Amateurfussball, um eine gewisse Balance wiederherzustellen, oder man schraube den Profibereich ein wenig herunter und verteile alles ein wenig um. «Wie das genau funktioniert, weiss ich nicht. Aber ich glaube, es ist schon mal wichtig, dass man erkannt hat, dass man sich als Profifussballer immer weiter entfernt hat.»

Unsicher ist Ginter bei der Frage, ob und wann die Bundesliga den Spielbetrieb wieder aufnehmen soll. «Ich als Fussballer muss sagen, dass ich natürlich weiterspielen will. Unbedingt, weil es um wahnsinnig viele Existenzen auch geht.» Es sei «vielleicht ja auch für den einen oder anderen zuhause ein Schritt zurück in den Alltag, wenn er samstags um 15.30 Uhr die Bundesliga-Konferenz sehen kann».

Andererseits versteht Ginter auch «die Leute, die sagen, dass der Fussball keine Sonderrolle einnehmen sollte». Eine perfekte Lösung sieht er nicht: «Ich denke, wir müssen da auf einen Kompromiss kommen, dass wir uns da vorbildlich verhalten, wenn weitergespielt wird. Und dann versuchen, den Leuten zuhause den Fussball und für die Fussballverrückten das Leben im positiven Sinn zurück zu bringen.»

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