EV Zug – Vinzenz Rohrer: «Wechsel ist ein Schritt nach vorne»
Wenige Wochen nach seiner Unterschrift beim EV Zug spricht Vinzenz Rohrer (21) über seine Beweggründe, die NHL und den Traum einer Familie.

Das Wichtigste in Kürze
- Nach drei Saisons bei den ZSC Lions unterschreibt Vinzenz Rohrer beim EVZ.
- Der Wechsel sei «ein Schritt nach vorne», meint der 21-Jährige.
- Im Interview spricht Rohrer über die NHL, seine Ziele und den Traum einer Familie.
Österreichs Nationalspieler Vinzenz Rohrer unterschreibt beim EV Zug leihweise. Der 21-Jährige besitzt in Montréal einen gültigen Vertrag bis 2028. Die Canadiens können den Stürmer jederzeit nach Nordamerika beordern.
Nau.ch: Vinzenz Rohrer, Sie haben für die kommende Saison beim EV Zug unterschrieben. Was hat Sie zu diesem Wechsel bewegt?
Vinzenz Rohrer: Ich glaube, was der EVZ vorhat und was ich mir persönlich vorgenommen habe, passt sehr gut zusammen. Ich spüre hier grosses Vertrauen. Für mich ist der Wechsel ein Schritt nach vorne – persönlich, wie auch im Eishockey. Die Infrastruktur, die Professionalität, das OYM – all das ist ein grosser Anreiz.
Nau.ch: Welche Qualitäten bringen Sie dem EVZ?
Rohrer: Ich bringe viel Laufbereitschaft aufs Eis, bin sehr kompetitiv und gehe gerne in die Zweikämpfe. Dazu kommen mein Speed und der Wille, jeden Tag besser zu werden. Ich bin sehr motiviert, an Details zu arbeiten und mich in kleinen Dingen weiterzuentwickeln. Auch das passt sehr gut zum EVZ und zu dem Weg, den der Klub eingeschlagen hat.
Nau.ch: Sie haben einen Vertrag bei den Montreal Canadiens. Wie gross ist die Hoffnung, noch in dieser Saison in der NHL zum Einsatz zu kommen?
Rohrer: Während der laufenden Saison wird das wohl kaum ein Thema sein. Was nach der Saison passiert, wird sich zeigen.

Nau.ch: Worin sehen Sie den grössten Unterschied zwischen der NHL und der National League?
Rohrer: Ich selbst habe noch kein NHL-Spiel bestritten, deshalb kann ich das nur von aussen beurteilen. Sicher ist das kleinere Eisfeld ein grosser Unterschied. Das Spiel ist dadurch nochmals schneller, die Entscheidungen müssen noch früher getroffen werden. Zudem ist die individuelle Qualität der Spieler enorm hoch.
Nau.ch: Was sind Ihre Ziele für die anstehende Saison?
Rohrer: Für mich geht es darum, meine Lernbereitschaft aufrechtzuerhalten, neugierig zu bleiben und mit einer positiven Einstellung in jeden Tag zu gehen. Wenn mir das über eine ganze Saison gelingt, bin ich überzeugt, dass automatisch viele gute Dinge entstehen. Gleichzeitig liegt der Fokus auf dem Team. Auch hier werden wir alles versuchen, um erfolgreich zu sein.
Nau.ch: Welchen Traum möchten Sie sich abseits vom Sport erfüllen?
Rohrer: Ich wünsche mir, irgendwann ein erfülltes Leben mit einer Familie führen zu können. Das ist für mich ein grosser persönlicher Traum abseits des Sports.
Zum Auftakt der neuen Saison der National League gastiert der EV Zug am 15. September in Lausanne. Das erste Heimspiel findet aufgrund von Ausbauarbeiten in der OYM-Halle erst am 23. Oktober statt – ebenfalls gegen Lausanne.












