Eishockey-WM – Malgin: «Wir wissen, dass wir jeden schlagen können»
Die Schweizer Eishockey-Nati spielt an der Heim-WM um Edelmetall: Nach einem 3:1-Sieg gegen Schweden steht die Nati im Halbfinal.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Schweizer Nati steht an der Eishockey-Heim-WM im Halbfinal.
- Gegen Schweden holt die Cadieux-Truppe in Zürich einen 3:1-Sieg.
- Am Samstag heisst der Halbfinal-Gegner Norwegen, Finnland trifft auf Kanada.
Die Schweizer Eishockey-Nati steht an der Heim-WM im Halbfinal: Das Team von Trainer Jan Cadieux feiert am Donnerstagabend in Zürich einen hart erarbeiteten 3:1-Sieg. Damit geht es am Samstag im Halbfinal gegen Norwegen um das Final-Ticket.
Einer der Helden beim 3:1-Erfolg ist Denis Malgin, der sehenswert das Game Winning Goal zum 2:1 erzielt. Er trägt damit auch dazu bei, dass die Nati dem «Angstgegner» Schweden den Zahn zieht. Obwohl Malgin so etwas wie Angstgegner nicht kennen will.
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«Jeder Gegner an einer WM ist gut, es gibt hier keine schlechten Gegner», sagt er im SRF-Interview. «Wir haben uns vorgenommen, gegen jeden Gegner unser Spiel durchzuziehen. Wir wissen, dass wir jede Mannschaft schlagen können. Das haben wir im Kopf, und das ist ausschlaggebend.»
Erstmals an der Heim-WM in Rückstand
Dabei erwischt die Nati ihren bisher schlechtesten Start an diesem Turnier – und gerät erstmals in Rückstand. Mit der ersten gefährlichen Aktion stellen die Schweden nach einem schönen Vorstoss nach sieben Minuten auf 1:0.

Und kurz darauf kommt es noch schlimmer: Dean Kukan fasst für einen ungeschickten Cross-Check eine Spieldauer-Strafe aus. Die folgende fünfminütige Unterzahl übersteht die Nati aber ohne Gegentreffer. Bei einem aberkannten Kufen-Tor hat die Schweiz aber Glück.
Starke Reaktion auf den Rückstand
Kaum ist man wieder vollzählig, gelingt dann auch schon der Ausgleich: Natürlich ist es Captain Roman Josi, der mit seinem fünften Treffer an dieser WM auf 1:1 stellt. In der Folge liegt auch das 2:1 in der Luft, fallen will es vor der Pause aber nicht mehr.

Dafür dauert es im Mitteldrittel nicht lange bis zur Führung. Denis Malgin wird von Josi stark lanciert und liefert einen explosiven Antritt ab. Dann hat er viel Zeit, wählt den Abschluss geschickt und netzt zum 2:1 für die Nati.
Meier hat Glück – Thürkauf erhöht
Kurz darauf hat Timo Meier grosses Glück: Bei einem mehr als rabiaten Check trifft er Oskar Sundqvist auf offenem Eis am Knie. Der Schwede muss danach verletzt in die Kabine und kehrt nicht mehr aufs Eis zurück. Meier kommt aber mit zwei Minuten davon.

Die Schweiz übersteht auch diese Unterzahl – und kommt im Gegenzug ihrerseits zum ersten Powerplay. Und das wird gleich eiskalt verwertet: Thürkauf wird von Hischier nach einem bärenstarken Solo perfekt in Szene gesetzt und verwandelt zum 3:1 nach 36 Minuten.
Gegen Norwegen winkt das Final-Ticket
Das ist zugleich der Endstand, denn das Schlussdrittel ist zwar hart umkämpft, aber mager an heissen Offensivszenen. Die Schweden kommen zwar zu Abschlüssen, scheitern aber wiederholt am überragenden Leonardo Genoni.

Die Schweiz löst am Ende mit ihrem bisher vielleicht schwierigsten Sieg verdient das Halbfinal-Ticket. Dort geht es diesmal schon am Nachmittag (15.20 Uhr) gegen Norwegen, den zweiten Halbfinal bestreiten Finnland und Kanada dann am Abend (20.20 Uhr).








