EHC Thun

    EHC Thun unterliegt nach 3-Tore-Führung

    Jan Siegrist
    Jan Siegrist

    Thun,

    Für den EHC Thun stehen in den nächsten Wochen vermehrt Heimspiele auf dem Programm. Als erstes war der EHC Frauenfeld zu Gast.

    EHC Thun
    Der EHC Thun empfing den Tabellendritten EHC Frauenfeld im Grabengut. (Symbolbild) - Marc Mutzner

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der EHC Thun beginnt stark und liegt nach 34 Minuten mit 3:0 vorne.
    • Die Frauenfelder kämpfen sich zurück und bis in die Verlängerung.

    Der Captain ist zurück! Jeremy Minder stand am Samstag zum ersten Mal in dieser Saison im Line-up des EHC Thun. Der 26-Jährige verteidigte nach überstandener Verletzung neben Janik Wyss.

    Die Thuner hatten einen harten Brocken vor sich: Der EHC Frauenfeld ist stark in die Saison reingekommen und belegte vor dem Spiel Rang drei. Drei Punkte mehr hatten die Ostschweizer im Vergleich zu den Berner Oberländern auf der Haben-Seite.

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    Jeremy Minder, Captain des EHC Thun, kehrte nach überstandener Verletzung zurück. - Phil Wenger

    Dies wollte das Thuner Team natürlich schleunigst ändern und zum EHC Frauenfeld aufschliessen. Die Ostschweizer reisten ohne ihren nominellen Topscorer Fabio Hollenstein an. Gar nur drei Linien schafften es aufs Matchblatt von Coach Novak.

    EHC Thun mit starkem Startdrittel

    Die Partie beginnt mit gleich zwei Topchancen für das Heimteam. Erst verpasst Sander Jansen die frühe Führung, unmittelbar danach auch Dominik Gyger.

    Es folgt früh das erste Powerplay für den EHC Thun. In diesem lässt sich Yannick Gugelmann nicht zweimal bitten. Nicola Christen findet die Schaufel seines Topscorers haargenau, dieser braucht nur noch einzuschieben.

    Von der Führung beflügelt doppeln die Berner Oberländer nur eine Zeigerumdrehung später nach. Verteidiger Jaggi bringt die Scheibe vors Tor, Frauenfeld-Goalie Bächler ist unsicher. Luca Gauch ist zur Stelle und netzt zum 2:0 ein.

    Auch die nächste Chance gehört dem EHC Thun. Gyger und Jaggi kombinieren herrlich im Zusammenspiel. Gyger hat beinahe das leere Tor vor sich, verzieht aber.

    Vom EHC Frauenfeld ist bis dahin kaum etwas zu sehen. Völlig verdient gehen die Thuner mit einem Zwei-Tore-Vorsprung ins Mitteldrittel. In diesem gehört die erste Chance den Gästen.

    Gian Graf im Thuner Tor kann den Einschlag verhindern. Danach handeln sich die Hausherren die ersten beiden Strafen ein. Frauenfeld drückt jeweils auf den Anschlusstreffer, kann aber nicht reüssieren.

    Christen gelingt das 3:0

    Auf der anderen Seite hat Topscorer Gugelmann das 3:0 kurz vor Spielmitte auf der Schaufel. Danach werden die Gäste aus der Ostschweiz besser. Just in dieser Phase gelingt dem EHC Thun das nicht unverdiente dritte Tor.

    Nicola Christen wartet geschickt, bis Bächler die Beine aufmacht und trifft ins Tor. Es ist bereits das zweite Tor in Überzahl des Abends für die Berner Oberländer. Die Reaktion der Gäste lässt dann keine Minute auf sich warten.

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    Der EHC Thun bejubelt das Tor von Nicola Christen. (Archivbild) - Dominic Wölfli

    Nur 47 Sekunden nach dem Thuner Tor erzielen auch die Frauenfelder ihren ersten Treffer. Wetli, Wegmann und Zwissler kombinieren in Überzahl herrlich. Letzterer netzt am Ende ein.

    Nun übernehmen die Ostschweizer das Spieldiktat. Noch vor der Pause verkürzt Yannick Wegmann auf 3:2. Der EHC Thun hatte lange Zeit alles unter Kontrolle, ehe die Gäste ab Minute 35 aufdrehen.

    Frauenfeld schaltet einen Gang hoch

    Im Schlussdrittel kassieren die Thuner dann eine Strafe nach der anderen. Auch mit etwas Glück übersteht das Team von Coach Gregory Zehnder diese heiklen Momente schadlos.

    Sechs Minuten vor dem Ende kippt das Momentum. Nach einem Zweikampf an der Grenze des erlaubten profitiert Leeroy Rüsi. Der Frauenfeld-Stürmer bezwingt Gian Graf Backhand. Es kommt zur Overtime vor 468 Zuschauern im Grabengut.

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    Gian Graf, Goalie des EHC Thun, hat im Schlussdrittel viel Arbeit. (Archivbild) - Dominic Wölfli

    Die erste gefährliche Szene der Verlängerung gehört den Gästen. Tom Gerber überläuft alle Thuner und zieht allein auf Graf los. Der Thuner Goalie pariert hervorragend und verhindert das entscheidende Tor.

    Nur Sekunden später ist der EHC Thun allerdings unsortiert. Sandro Meier geht völlig vergessen und hat alle Zeit der Welt, um Graf auszutanzen. Geburstagskind Meier trifft und sichert dem EHC Frauenfeld den Zusatzpunkt.

    Oberaargauer Woche für den EHC Thun

    Für den EHC Thun ist es nach dem zwischenzeitlichen Drei-Tore-Vorsprung eine bittere Niederlage. Dennoch konnten die Thuner zeigen, dass sie mit den besten Teams der Liga mithalten können.

    Nächste Woche stehen wieder zwei Spiele auf dem Programm. Am Mittwoch empfangen die Thuner mit Hockey Huttwil einen Titelfavoriten im Grabengut. Am Samstag geht es dann auswärts nach Langenthal.

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    Die Partner des EHC Thun. - zvg

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