RUSADA zu Manipulationsvorwürfen: «Wir wurden betrogen»

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Russland,

Die russische Anti-Doping-Agentur RUSADA weist eine Verantwortung für mögliche Manipulationen im Moskauer Dopinglabor zurück.

Der Sitz der russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA in Moskau. Foto: Alexander Zemlianichenko/AP
Der Sitz der russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA in Moskau. Foto: Alexander Zemlianichenko/AP - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Russland sieht sich Vorwürfen ausgesetzt, Doping-Daten aus dem Moskauer Analyselabor manipuliert zu haben.

«Wir wurden betrogen», schrieb RUSADA-Chef Juri Ganus in einem offenen Brief, aus dem nun mehrere Medien zitierten. Seiner Organisation sei das Recht genommen worden, auf der Seite der Wahrheit zu stehen. Ganus sprach von einer Verschwörung gegen den russischen Sport. Die drohenden Konsequenzen der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) wären eine Tragödie für Russland.

Russland sieht sich Vorwürfen ausgesetzt, Doping-Daten aus dem Moskauer Analyselabor manipuliert zu haben. Sie waren erst Anfang dieses Jahres zur Verfügung gestellt worden, um Dopingmissbrauch aufzudecken. Die Verantwortlichen müssen nun innerhalb der nächsten zwei Wochen Stellung dazu beziehen. Wenn sich der Vorwurf erhärten sollte, droht der RUSADA eine erneute Suspendierung.

Sie war erst vor gut einem Jahr aufgehoben worden - mit der Auflage, dass Russland die Doping-Daten und -Proben aus den Jahren 2012 bis 2015 an die WADA übergibt. Dies geschah erst nach einigem Zögern.

Der Agentur Tass zufolge, die ebenfalls aus dem Brief zitierte, glaubt Ganus nicht, dass die Labordaten versehentlich manipuliert worden sein könnten. In den vergangenen drei Jahren sei das wohl von jemandem veranlasst worden. Er wisse nicht, wer konkret dahinter stecken könnte, schrieb er. RUSADA habe aber alles getan, um den sauberen Sport besser schützen und einen Ausweg aus der Krise zu finden - «trotz aller Widerstände gegen uns».

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