Volle Biergärten, fröhliche Fans und sommerliche Temperaturen - die Polizei in Bayern zieht eine erste Bilanz des Fussballabends. Lediglich in der EM-Stadt München gibt es kleinere Vorfälle - und im Internet ein Gesprächsthema.
Die Biergärten rund um München waren voll besetzt. Foto: Sven Hoppe/dpa
Die Biergärten rund um München waren voll besetzt. Foto: Sven Hoppe/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Den 4:2-Sieg der deutschen Fussball-Nationalmannschaft gegen Portugal hat die Polizei in Bayern ruhig erlebt.

So habe es in München keine nennenswerten Vorkommnisse gegeben, schrieben Beamte in einer vorläufigen Bilanz.

In der Innenstadt waren Zehntausende Menschen unterwegs - viele von ihnen in Deutschland-Trikots und proppenvollen Biergärten und Gaststätten. Autokorsos blieben aus, nur wenige Fans fuhren hupend durch die Innenstadt. Viele beliessen es bei feucht-fröhlichen Gesängen.

Vereinzelt hätten Leute Rauchkörper angezündet und seien dafür angezeigt worden, hiess es von der Münchner Polizei weiter. Einen Piloten, der seine Drohne in der Nähe der Arena aufsteigen liess, nahmen Beamte fest. Der 48 Jahre alte Mann habe die Drohne rund eine Stunde vor Spielbeginn in die Flugverbotszone gesteuert, sagte ein Polizeisprecher. Der Pilot sei von Einheiten ausfindig gemacht und kurzzeitig für die Feststellung seiner Personalien festgenommen worden. Rund 1500 Beamte waren bei dem zweiten Vorrundenspiel der Deutschen im Stadionbereich und in der Münchner Innenstadt im Einsatz.

Die Polizeipräsidien etwa in Mittelfranken, Unterfranken, Niederbayern, Schwaben und der Oberpfalz beschrieben den sommerlichen Fussballabend übereinstimmend als ruhig und fröhlich - und immer ohne grössere Vorkommnisse. Vielerorts in Bayern war sonniges Biergartenwetter rund um 30 Grad.

In den Münchner Biergärten hielten sich nicht alle Menschen im Freudentaumel an die Abstandsregeln. Stattdessen lagen sich nach den Toren der deutschen Fussball-Nationalmannschaft die Fans in den Armen und waren dicht an dicht gedrängt, wie Reporter berichteten. In vielen Biergärten wurde die Vorrunden-Begegnung der Nationalmannschaft übertragen. Schon am Nachmittag hatte die Polizei von vielen vollen Gaststätten berichtet.

Im Kampf gegen das Coronavirus gelten in München nach wie vor bestimmte Regeln. So muss etwa in der Aussengastronomie zwischen den erlaubten Gruppentreffen weiterhin Abstand gehalten werden.

Für Schmunzler sorgte noch während des Spiels eine unbekümmerte Taube auf dem Rasen im Stadion. Auf Fernsehbildern der ersten Halbzeit war am Samstagabend unter anderem zu sehen, wie der Vogel in der Nähe des Strafraums der Portugiesen sass und erschrocken von einem Pass der Deutschen in Richtung Seitenlinie flog.

«Die Taube: «Ihr nervt, könnt ihr bitte woanders spielen, ich will hier sitzen»», schrieb ein Nutzer bei Twitter. Ein anderer kommentierte: «Die Ruhe der Taube aufm Feld hätte ich auch gerne». Auch bei Instagram und Facebook kommentierten Hunderte Nutzer das Verhalten des Vogels.

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