Empörung in Japan über Olympia-Aussagen der IOC-Spitze

    DPA
    DPA

    Japan,

    IOC-Chef Thomas Bach und sein Vizepräsident John Coates haben mit Aussagen zum Festhalten an Olympia in Tokio für Empörung in Japan gesorgt.

    Die Olympischen Ringe stehen vor dem Olympiastadion in Tokio. Foto: Adam Davy/PA Wire/dpa
    Die Olympischen Ringe stehen vor dem Olympiastadion in Tokio. Foto: Adam Davy/PA Wire/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Entrüstung über die IOC-Spitze und die japanischen Organisatoren, die trotz der Pandemie und der konstanten Umfrage-Mehrheiten in Japan auf den Olympia-Plänen beharren, könnte den Widerstand gegen die Sommerspiele zwei Monate vor der Eröffnung verstärken.

    Bach hatte Medienberichten zufolge zum wiederholten Mal davon gesprochen, dass für die Austragung der Sommerspiele «Opfer» nötig seien. Dafür wurde der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees in sozialen Medien massiv kritisiert, viele forderten erneut eine Olympia-Absage. Zuvor hatte bereits der Australier Coates für Aufregung gesorgt, weil er auch im Fall des anhaltenden Corona-Notstands in Tokio die Spiele veranstalten will.

    Die Entrüstung über die IOC-Spitze und die japanischen Organisatoren, die trotz der Pandemie und der konstanten Umfrage-Mehrheiten in Japan auf den Olympia-Plänen beharren, könnte den Widerstand gegen die Sommerspiele zwei Monate vor der Eröffnung verstärken. Allerdings betonte das IOC, Bach habe bei seinen Aussagen nicht die japanische Bevölkerung gemeint, sondern bei seiner Grussadresse an den Hockey-Weltverband wiederholt: «Jeder in der olympischen Gemeinde muss Opfer bringen.»

    Die Opfer seien in dieser beispiellosen Situation notwendig. Daher würden alle Massnahmen ergriffen, um die sportlichen Wettbewerbe als Kern der Olympischen Spiele zu bewahren, «damit sich die Athleten ihren olympischen Traum erfüllen können», wurde Bach vom IOC zitiert.

    In Japan waren Bachs Aussagen teils anders gedeutet und auf die eigene Bevölkerung bezogen worden. Das Land kämpft inzwischen gegen eine vierte Corona-Welle, obwohl die Regierung zum wiederholten Male den Notstand für Tokio und weitere Regionen verlängert hat. Er gilt vorläufig noch bis zum Ende dieses Monats.

    Die Olympia-Macher hatten zuletzt in der Vorwoche eine risikofreie Austragung der Spiele zugesichert. Zu diesem Zweck wurden unter anderem ausländische Zuschauer ausgeschlossen. Ausserdem wird die Zahl der Teilnehmer von Verbänden, Sponsoren und Medien reduziert.

    Kommentare

    Weiterlesen

    Campingfeuer Bella Italia
    7 Interaktionen
    «Fire!»
    Dealer
    46 Interaktionen
    Zu lange Knast

    MEHR IN SPORT

    FC Barcelona Sydney Schertenleib
    1 Interaktionen
    7:0-Triumph!
    Jürge Klopp
    27 Interaktionen
    Klopp zum 0:0
    Klopp
    27 Interaktionen
    Nations League
    EHC Thun
    Roadtrip beendet

    MEHR OLYMPIA 2026

    Alan Frei.
    20 Interaktionen
    Amorana-Gründer
    a
    17 Interaktionen
    Olympia 2032
    14 Interaktionen
    Soglio GR
    Eiskunstlauf
    «Neues Kapitel»

    MEHR AUS JAPAN

    Marc Marquez
    3 Interaktionen
    MotoGP Japan
    moto
    4 Interaktionen
    Moreira auf Podest
    PlayStation PS5 Pro
    2 Interaktionen
    Übernachfrage