Die Internationale Test-Agentur Ita hat die Bilanz ihrer Arbeit bei den Olympischen Spielen in Tokio vorgelegt. 
Ein Hinweisschild weist bei den Sommerspielen in Tokio auf die Doping-Kontrollstation hin. Foto: Michael Kappeler/dpa
Ein Hinweisschild weist bei den Sommerspielen in Tokio auf die Doping-Kontrollstation hin. Foto: Michael Kappeler/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Ergebnis zeige, dass die Ita ihren Testplan trotz der schwierigen und einschränkenden Umstände durch die Corona-Pandemie vollständig umsetzen konnte, hiess es in der Mitteilung.

Nach Ita-Angaben wurden von der Eröffnung des olympischen Dorfes Mitte Juli bis zur Schlussfeier am 8. August 6200 Doping-Proben genommen, zwei Drittel davon innerhalb, ein Drittel ausserhalb der Wettkämpfe. Die Urin- und Blutproben stammen aus über 5000 Kontrollen von 4255 Athletinnen und Athleten. Mehr als ein Drittel der Olympia-Teilnehmer wurden somit mindestens einmal getestet.

Das Ergebnis zeige, dass die Ita ihren Testplan trotz der schwierigen und einschränkenden Umstände durch die Corona-Pandemie vollständig umsetzen konnte, hiess es in der Mitteilung. Bislang stellte Ita sechs Doping-Vergehen fest, die auf den Ergebnissen der in Tokio entnommenen Proben basieren.

Wie seit einigen Jahren üblich werden die in Japan entnommenen Proben bis zu zehn Jahre bei der Ita gelagert. Sie sollen erneut untersucht werden, wenn sich Analysemethoden weiter entwickelt haben.

Im Verhältnis zur Grösse ihrer Teams wurden die meisten Mitglieder aus der russischen Mannschaft (ROC), aus China, den USA, aus Grossbritannien und Australien getestet. Die meisten Proben wurde in der Leichtathletik, im Schwimmen, Radsport, Rudern und Gewichtheben genommen.

Ein halbes Jahr vor den Spielen in Tokio hatte das Internationale Olympische Komitee mit Hilfe der Ita das umfangreichste vorolympische Kontrollprogramm initiiert. Von 25.000 Empfehlungen, welcher Olympia-Starter wann, wo und wie oft getestet werden soll, waren laut Ita rund 80 Prozent umgesetzt worden.

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