Bach zu Vorgänger Brundage: «Geschichte nicht umschreiben»

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    Lausanne,

    Das Internationale Olympische Komitee will keine Neubeurteilung des umstrittenen früheren IOC-Präsidenten Avery Brundage vornehmen.

    Präsident des Internationalen Olympischen Komitees: Thomas Bach. Foto: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa
    Präsident des Internationalen Olympischen Komitees: Thomas Bach. Foto: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Museum hatte die Entfernung der Büste des US-Amerikaners Brundage, der von 1952 bis 1972 IOC-Präsident gewesen war, damit begründet, dass er rassistische und antisemitische Ansichten unterstützt und gegen Schwarze agitiert habe.

    «Die Rolle von Mr. Brundage war im Fokus vieler Studien. Seine Historie ist völlig klar und wir sehen keinen Grund, die Geschichte umzuschreiben», sagte IOC-Präsident Thomas Bach. Das IOC habe zur Kenntnis genommen, das die Büste von Brundage im Museum für Asiatische Kunst in San Francisco als Reaktion auf die Rassismus-Debatte nach dem Tod von George Floyd entfernt wurde. «Jede Organisation kann seine eigene Entscheidung treffe.»

    Das Museum hatte die Entfernung der Büste des US-Amerikaners Brundage, der von 1952 bis 1972 IOC-Präsident gewesen war, damit begründet, dass er rassistische und antisemitische Ansichten unterstützt und gegen Schwarze agitiert habe. 1968 hatte das IOC unter seiner Führung die schwarzen US-Sprinter Tommie Smith und John Carlos von den Olympischen Spielen in Mexiko ausgeschlossen, nachdem beide auf dem Siegerpodest die Faust zum Protest und als Symbol der «Black-Power-Bewegung» nach oben gestreckt hatten.

    Brundage war Mäzen des Museums in San Francisco. «Es hat die Büste des Gründers entfernt, aber die von ihm gestiftete Kollektion behalten», sagte Bach. Dies geschehe in Verantwortung des Museums.

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