Stadt Zürich

Zürcher Stadtrat will keine stehende Welle in der Limmat

Keystone-SDA Regional
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Zürich,

Der Zürcher Stadtrat spricht sich gegen eine stehende Welle im Limmatkanal unterhalb des Kraftwerks Letten aus Ein solches Projekt sei technisch, rechtlich und ökologisch zu komplex und voraussichtlich kaum bewilligungsfähig.

Ein Surfer surft die Welle am Eisbach im Englischen Garten in München. So hätten es sich Gemeinderäte in der Limmat gewünscht. (Archivbild)
Ein Surfer surft die Welle am Eisbach im Englischen Garten in München. So hätten es sich Gemeinderäte in der Limmat gewünscht. (Archivbild) - Keystone/DPA/PETER KNEFFEL

Der Stadtrat begrüsst zwar das Anliegen, das Sport- und Freizeitangebot an der Limmat weiterzuentwickeln und die Nutzungsmöglichkeiten für den Wassersport zu fördern, schreibt er in seiner kürzlich veröffentlichten Antwort auf die Motion von SP und Mitte.

Die Schaffung einer stehenden Welle im Limmatkanal unterhalb des Laufwasserkraftwerks Letten sei jedoch mit zahlreichen komplexen technischen, betrieblichen, ökologischen und rechtlichen Fragestellungen, Anforderungen und Hindernissen verbunden, schreibt der Stadtrat. Das Vorhaben sei gemäss den bisher erfolgten Abklärungen kaum bewilligungsfähig und umsetzbar. Er lehnt die Motion deshalb ab.

Verschiedene Interessenkonflikte

Auch ohne Vorliegen eines konkreten Projekts gehe das EWZ als Betreiber des Wasserkraftwerks Letten davon aus, dass eine stehende Welle zu einem Wasserrückstau im Bereich der Turbine und damit zu einer Beeinträchtigung der Stromproduktion führen würde, heisst es weiter. Zudem müssten Konflikte zwischen Surfern, Kajakfahrern und Schwimmern im Bereich des Flussbads verhindert werden. Auch der Hochwasserschutz, die Fischwanderung und die Ufervegetation dürften nicht beeinträchtigt werden.

Der Stadtrat stellt denn auch den Nutzen für die breite Stadtbevölkerung dem einer stehenden Welle gegenüber. Von der Stromproduktion und der Schwimmmöglichkeit in diesem Gebiet würden nach seiner Einschätzung bedeutende Teile der Stadtbevölkerung profitieren. Die Zahl der Nutzenden einer stehenden Welle mit Wohnsitz in der Stadt Zürich dürfte vergleichsweise gering sein.

Wegen der notwendigen baulichen Eingriffe und möglicher regulierbarer Elemente rechnet der Stadtrat zudem mit hohen Kosten. Für das Vorhaben wären ausserdem verschiedene Bewilligungen sowie die Zustimmung des EWZ nötig.

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Kommentare

User #3957 (nicht angemeldet)

Der Stadtrat zeigt wieder wie ängstlich und lähmend solche Räte und Verwaltungen funktionieren. Einfach umsetzbare Veränderungen werden nicht umgesetzt, weil "rechtlich schwierig". Ein Schild mit "Nutzung auf eigene Gefahr" und gut ist es.

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