Winterthurer Stimmberechtigte wollen kein «Glamping»

Die Winterthurer Stimmberechtigen wollen kein «Glamping» auf dem Campingplatz Schützenweiher: Sie haben dem Modernisierungs-Projekt mit einem Nein-Anteil von 53,2 Prozent eine Absage erteilt.

Die Abstimmung zum Campingplatz in Winterthur war umstritten. Hauptsächlich deshalb, weil rund 40 Menschen, die dauerhaft dort wohnen, ihre Zelte hätten abbrechen müssen. (Symbolbild)
Die Abstimmung zum Campingplatz in Winterthur war umstritten. Hauptsächlich deshalb, weil rund 40 Menschen, die dauerhaft dort wohnen, ihre Zelte hätten abbrechen müssen. (Symbolbild) - KEYSTONE/Ti-Press/SAMUEL GOLAY

Gegen den Kredit von 6,9 Millionen Franken stimmten 21'492 Winterthurerinnen und Winterthurer, dafür waren 18'908 . Die Stimmbeteiligung betrug 58,2 Prozent. Die Vorlage war vor allem umstritten, weil dauerhafte Campinggäste nicht mehr erwünscht gewesen wären.

Die rund 40 Personen, die teilweise seit Jahrzehnten in einem Wohnwagen beim Schützenweiher leben, müssen aber voraussichtlich dennoch ihre Zelte abbrechen – auch wenn ihr Wohnort jetzt nicht aufgewertet wird. Der Campingplatz befindet sich aber in einer Erholungszone. Dauerhaftes Wohnen ist dort gar nicht erlaubt.

Gegner der Vorlage kritisierten nicht nur die Vertreibung der Dauercamper, sondern zweifelten auch daran, dass das Betreiben eines Campingplatzes eine kommunale Aufgabe sei. Ob sich die hohe Investition lohne, sei fraglich. Sie kritisierten zudem, dass das Übernachten am Schützenweiher für Touristinnen und Touristen ein Drittel teurer geworden wäre als heute.

Für die Vorlage waren SVP, GLP, und EVP. Dagegen waren FDP und Mitte. Intern nicht einig waren sich SP und Grüne. Beide Parteien beschlossen Stimmfreigabe.

Angenommen wurde hingegen die Verschiebung der Pfadiheimstrasse beim Campingplatz, die bei einem Ja nötig geworden wäre. Die Stimmberechtigten hiessen mit einem Ja-Stimmenanteil von 59,1 Prozent einen Kredit von 3,16 Millionen Franken gut. Dafür waren 23'854 Stimmberechtigte, dagegen 16'459. Die Strasse dürfte jetzt dennoch bleiben, wo sie heute ist.

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