Darum solltest du jetzt nicht unter Bäumen Schatten suchen

Elena Hatebur
Elena Hatebur

Aarau,

Wegen der anhaltenden Trockenheit warnen mehrere Städte vor dem Aufenthalt unter grossen oder alten Bäumen. Die Gefahr von spontan abbrechenden Ästen ist gross.

schatten
Kann wegen der anhaltenden Trockenheit gefährlich werden: Sich in den Schatten von Bäumen zu setzen. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Trockenheit setzt den Schweizer Bäumen zu.
  • Deshalb warnen mehrere Städte vor spontan abbrechenden Ästen.
  • Von längeren Aufenthalten unter grossen oder alten Bäumen wird abgeraten.

Im Sommer sind sie für viele ein Zufluchtsort: Wer der Hitze entkommen will, sucht den Schatten grosser Bäume. Doch ausgerechnet dort droht derzeit eine kaum erkennbare Gefahr.

Die anhaltende Trockenheit setzt den Bäumen in vielen Teilen der Schweiz massiv zu. Mehrere Städte und Gemeinden warnen deshalb vor plötzlich abbrechenden Ästen oder herabfallenden Teilen der Baumkrone.

Der Grund: Hitze, Trockenheit und Wassermangel beeinträchtigen die Stabilität des Holzes. Äste können dadurch selbst ohne Wind oder andere äussere Einflüsse unvermittelt abbrechen.

«Kann bei knallgrünen, gesunden Bäumen passieren»

Die Städte Bern und Aarau warnen eindringlich vor spontan abbrechenden Ästen. «Das kann bei knallgrünen, schönen, gesunden Bäumen passieren», erklärt Dominik Staub, Leiter Stadtgrün Aarau, gegenüber SRF.

Sämtliche Grünanlagen sperren wolle man deshalb aber nicht, schreibt die Stadt Aarau in einer Mitteilung. Besonders bei Buchen und Eschen sei jedoch Vorsicht geboten. Von längeren Aufenthalten unter grossen oder alten Bäumen werde abgeraten.

Staub rät zu einem gewissen Mass an Vorsicht: «Man sollte vielleicht nicht mit kleinen Kindern einen ganzen Nachmittag unter einem Baum spielen. Ich würde auch nicht darunterliegen für ein Mittagsschläfchen.» Kurz darunter hindurchzulaufen sei hingegen unproblematisch.

Befolgst du die Warnung?

Auch Baden AG hat bereits reagiert. Teile des Kurparks sowie Bereiche des Terrassenbads wurden vorsorglich abgesperrt. «In der Badi mussten wir leider den schattigsten Bereich absperren», sagt Dario Schoch von der Badener Stadtgärtnerei gegenüber SRF.

In Basel weist die Stadt an stark frequentierten Orten mit Schildern auf die Gefahr hin. Dazu gehört etwa das «Birsköpfli», wo sich an heissen Tagen jeweils zahlreiche Menschen zum Baden treffen.

Keine schnelle Entspannung in Sicht

Eine rasche Entwarnung ist derzeit nicht zu erwarten. Damit sich das Holz erholen könne, brauche es deutlich kühlere Temperaturen und vor allem anhaltenden Regen.

«Wir wässern, was wir können. Aber bei grossen Bäumen können wir gar nicht genug Wasser in den Boden bringen», sagt Staub. Bis das Wasser die tiefen Wurzeln erreicht und die Äste davon profitieren, vergingen mehrere Wochen.

Bäume
In vielen Schweizer Städten werden die Bäume von Hand gewässert. - keystone

Kurz- und mittelfristig dürfte sich die Lage deshalb kaum entspannen. Im Gegenteil: Laut dem Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz werden auch in den kommenden Tagen Temperaturen von über 30 Grad erwartet.

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Kommentare

User #5866 (nicht angemeldet)

Den vermeintlichen Beratern fällt immer wieder etwas ein um die Menschen zu verängstigen.

User #1594 (nicht angemeldet)

Du sense itz schlifts definitiv 😂

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