Stadt Zürich

Weniger Betreibungen in der Stadt Zürich als im letzten Jahr

Keystone-SDA Regional
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Zürich,

Die Betreibungsämter der Stadt Zürich haben im Geschäftsjahr 2025 einen deutlichen Rückgang der Fallzahlen verzeichnet. Vor allem Privatpersonen wurden weniger betrieben. Bei Firmen gab es jedoch eine leichte Zunahme.

Die Betreibungsämter der Stadt Zürich verzeichneten im Jahr 2025 weniger Fälle. (Archivbild)
Die Betreibungsämter der Stadt Zürich verzeichneten im Jahr 2025 weniger Fälle. (Archivbild) - KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

Insgesamt wurden 110'374 Betreibungen im Jahr 2025 registriert, wie die Stadtammann- und Betreibungsämter der Stadt Zürich am Mittwoch mitteilten. Das waren 8,3 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Im Vergleich zu 2015 zeigte sich ein Rückgang um 4,7 Prozent. Der Forderungsbetrag betrug 3,5 Millionen Franken.

Auch die Betreibungsdichte ist leicht rückläufig von noch 30 Prozent im Vorjahr wurden im Jahr 2025 nur noch 25,5 Prozent der wirtschaftlichen Personen in der Stadt Zürich mindestens einmal betrieben. Die Betreibungsquote der Stadt lag mit 26,5 Prozent nahe beim kantonalen Durchschnitt von 26,6 Prozent.

Auffällig sind deutliche Unterschiede zwischen den Stadtkreisen. Besonders hohe Quoten verzeichnen Schwamendingen mit 31,8 Prozent, Affoltern, Oerlikon und Seebach mit 29,8 Prozent und Albisrieden und Altstetten mit 27,4 Prozent.

Bei Privatpersonen fanden rund 10 Prozent weniger Betreibungen statt. Hingegen wurden 2,4 Prozent mehr Firmen betrieben. Gleichzeitig ging die Zahl der Pfändungen zurück: Insgesamt wurden rund 40'000 Fälle verzeichnet. Das sind 13,5 Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahr.

Die daraus resultierenden Ablieferungen an Gläubiger beliefen sich auf rund 136,7 Millionen Franken aus Betreibungsverfahren und 59,7 Millionen Franken aus Pfändungs- und Verwertungsverfahren.

Finanziell bleiben die Betreibungsämter defizitär. Bei Einnahmen von rund 22,4 Millionen Franken standen 2025 Ausgaben von etwa 25,5 Millionen Franken gegenüber. Das führt zu einem Kostendeckungsgrad von 87,7 Prozent.

Ein wesentlicher struktureller Faktor ist die Entwicklung bei Krankenkassenbetreibungen. Seit der Umsetzung neuer Massnahmen – insbesondere der Pflicht zur direkten Rechnungsstellung an Schuldner ab Juli 2024 – ging deren Zahl deutlich zurück.

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