Thurgauer Regierung geht von Solidarität mit Flüchtlingen aus
Die Thurgauer Regierung hat zu einer Petition zum Thema Unterbringung von Flüchtlingen in Dorfzentren Stellung genommen. Sie beobachte in der Bevölkerung «grundsätzlich eine grosse Solidarität mit Flüchtlingen», erklärte sie.

Auslöser der Petition war die Absicht der Peregrina Stiftung, in Berg TG Flüchtlinge einzuquartieren. Die Stiftung ist im Auftrag des Kantons für die Unterbringung von Asylsuchenden zuständig.
Dafür vorgesehen sei der Gasthof Frohheim, heisst es in den Informationen der Regierung. Die Liegenschaft wurde jahrelang als Restaurant betrieben und bot in sieben Zimmern Übernachtungsmöglichkeiten an. Seit Ende 2025 ist der Betrieb geschlossen.
Wegen dieser Pläne der Peregrina Stiftung wurde am 2. März die Petition «Nein zu Asyl-Durchgangsheimen in den Dorfzentren» mit 1594 Unterschriften eingereicht.
In ihrer Stellungnahme erklärte die Regierung, sie nehme die in der Petition geäusserten Bedenken ernst. Das Asylwesen im Kanton könne nur mit der Akzeptanz der Bevölkerung funktionieren. Bis zur Einreichung der Petition seien ihr keine Signale im Zusammenhang mit Durchgangsheimen gesendet worden, «dass diese Akzeptanz nicht mehr gegeben wäre».
Vielmehr sei in der Bevölkerung «eine grosse Solidarität zu beobachten», vor allem wenn es sich bei den Asylsuchenden um Familien mit Kindern handle. Es sei ihr ein Anliegen, den Petitionärinnen und Petitionären die aktuelle Situation in Berg offen und transparent darzulegen und das Vorgehen des Kantons zu erläutern.
Am 16. April hatte der Kanton mitgeteilt, dass sich Stiftung und Gemeinde auf Vermittlung des Kantons geeinigt hätten. Das ehemalige Restaurant wird von zehn Flüchtlingen aus zwei Familien bewohnt. Falls die Zahl erhöht wird, braucht es eine Baubewilligung.










