HC Rychenberg vor historischem Superfinal gegen Zug
Der HC Rychenberg Winterthur trifft am 25. April 2026 erstmals im Superfinal auf den Titelverteidiger Zug United – ein emotionales Duell mit viel Brisanz.

Wie der HC Rychenberg Winterthur mitteilt, startet das finale Duell am Samstag, 25. April 2026, um 17.30 Uhr. Im Fribourger Eishockeytempel BCF-Arena trifft der HC Rychenberg im ersten Superfinal seiner Vereinsgeschichte auf den amtierenden Titelträger Zug United.
Ein Endspiel wie in einem legendären Western. Gut gegen Böse. Man könnte Filmtitel aus dem Repertoire eines legendären Sergio Corbucci-Spaghetti-Western wählen. «Grosser, lass die Fetzen fliegen», als dezenten Leistungsansporn für HCR-Captain Michel Wöcke.
Oder «Fahrt zur Hölle, ihr Halunken» adressiert an den Gegner Zug United, aber auch «Bete, Amigo» für den emotionalen Zuger Bandenberater und Doppelweltmeister Niklas Nordén.
Emotionen garantiert im Finalduell
Die Ausgangslage Gut gegen Böse dürfte als Ausgangslage und Plot dieses Superfinals auch bei einer breiteren Öffentlichkeit Anklang finden. Mit den sechs Weltklassesöldnern im Aufgebot foutieren sich die Innerschweizer komplett um das Gentlemen Agreement, welches ursprünglich sämtliche anderen L-UPL-Vereine in Sachen Ausländerbeschränkung unterschrieben haben.
Die skandinavische Übermacht in den Reihen von Zug bringt einen scheinbar (?) enormen qualitativen Vorteil. Deshalb ist die Zuger «Philosophie» auch äusserst umstritten und in den Augen der Schweizer Sportöffentlichkeit perfekt geeignet, die Rolle des Bösen und Unsympathen zu übernehmen. «Die neureiche Skandinavier-Enklave», wie die Innerschweizer in einer anderen Vorschau betitelt wurden.
«Solches Vorgeplänkel interessiert mich überhaupt nicht», schwächt HCR-Trainer Philippe Soutter die Ausgangslage ab. «Ich bezahle gern fünf Euro ins Phrasenschwein. Aber die Wahrheit liegt nur auf Platz.» Der Platz wird auf jeden Fall ziemlich gross.
Über 8000 Fans werden sich voraussichtlich im Fribourger Eishockeystadion versammeln. Viele werden in gelben Vereinsfarben des HCR auftauchen und versuchen für einen ähnlichen Hexenkessel wie in der heimischen Axa-Arena zu sorgen.
Offenes Duell trotz Zuger Dominanz
Zug hat sich mit deutlichen Serien-Siegen über Uster und Thurgau in den Final gespielt. Gäbe es das Gegner-Wahlrecht für den Playoff-Gegner der vier Erstklassierten in der Schweiz nicht, wäre der HCR bereits in den Viertelfinals auf Zug getroffen. Aber Zug hatte keine Lust auf die Winterthurer und wählte den aus ihrer Sicht offensichtlich deutlich einfacheren Gegner aus Uster.
Der HCR hat in den letzten Tagen fleissig Hausaufgaben gemacht und mit den Offense und Defense-Koryphäen Tero Kotilainen und Kari Koskelainen am taktischen Gerüst feingetunt. Dabei wurden die Zuger Topstars ausgiebig analysiert, die Stärken herausgeschält, aber auch die kleinen Schwächen, wie die etwas diskrete Laufbereitschaft bei Fleissaufgaben enthüllt.
Wer in diesem Spiel nach den bisherigen Playoff-Spielen als Favorit ins Rennen geht, ist völlig offen. Der HCR hat einen Lauf: gegen den Qualisieger und den Qualidritten wurden total 8:1-Siege eingefahren.
Die Winterthurer scheinen aktuell gegen jede Mannschaft siegen zu können. Gegen den Qualizweiten Zug United müssen sich die Gelben deshalb ganz sicher nicht verstecken.









