Stadtrat lehnt Projekt «Seilbahn Stettbach - Zoo Zürich» ab

    Regionews
    Regionews

    Dübendorf,

    Der Stadtrat lehnt auch das neu aufgelegte Projekt «Seilbahn Stettbach – Zoo Zürich» ab. In wesentlichen Punkten, insbesondere im Bereich des Verkehrskonzepts für den Raum Stettbach, weist das Projekt grundlegende Mängel auf.

    Symbolbild - Keystone
    Symbolbild - Keystone - Community

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nau.ch zeigt Ihnen, was hyperlokal geschieht.
    • Schreiben auch Sie einen Beitrag!

    Nachdem ein erster Anlauf vor Verwaltungsgericht gescheitert war, hat die Zoo Seilbahn AG als Gesuchstellerin ihr Auflageprojekt für eine Zoo-Seilbahn zurückgezogen und neu eingereicht. Seit Mitte Mai liegt dieses zur Einsichtnahme und Stellungnahme auf. Auch der Stadtrat Dübendorf hat sich mit den neuen Projektunterlagen intensiv auseinandergesetzt und nimmt die Möglichkeit zur Stellungnahme wahr. Er kommt zum Schluss, dass auch das neue Konzept für die Stadt Dübendorf nicht hinnehmbar ist und deshalb in dieser Form mit allen Mitteln bekämpft wird. Der Stadtrat hat deshalb vorsorglich Rekurs gegen die Plangenehmigung der Zoo-Seilbahn erhoben und beantragt der Baudirektion, den für die Zoo-Seilbahn notwendigen kantonalen Gestaltungsplan nicht zu bewilligen.

    Ungenügendes Verkehrskonzept im Raum Stettbach

    Besonders stark kritisiert der Stadtrat das vorgeschlagene Verkehrskonzept für den Raum Stettbach. Die vorgeschlagenen Massnahmen zur Regelung der Erschliessung und Parkierung des Privatverkehrs sind unklar und ungenügend und bleiben damit ein untauglicher Versuch, ein durch die Seilbahn neu entstehendes Verkehrsproblem im Raum Stettbach zu lösen. Trotz durch die Seilbahn entstehendem Mehrverkehr ist die Erstellung von zusätzlichen Parkplätzen nicht vorgesehen. Stattdessen werden Massnahmen vorgeschlagen, die der reinen Symptombekämpfung dienen, indem versucht wird, den entstehenden Parkplatzsuchverkehr mit verschiedenen, in ihrer Umsetzbarkeit fraglichen Massnahmen fernzuhalten. Dies aber ist kein durchdachtes und verträglich ausgestaltetes Verkehrskonzept.

    Fehlendes öffentliches Interesse an der Zoo-Seilbahn

    Das öffentliche Interesse an der Zoo-Seilbahn wird mit dem angeblichen Nachweis einer wesentlichen Verbesserung des Modal Split zugunsten des öffentlichen Verkehrs begründet, gestützt auf ein Verkehrsgutachten. Bei näherer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass im Gutachten mit optimistischen Modell-Annahmen gearbeitet wird und einzelne Faktoren unberücksichtigt gelassen werden. Es muss deshalb damit gerechnet werden, dass der Umsteigeeffekt nicht im prognostizierten Ausmass eintritt. Ohne diesen fehlt jedoch das öffentliche Interesse an einer Seilbahn, übrig bleibt lediglich das private Interesse des Zoo Zürich, sein Verkehrsproblem zu lösen. Dem stehen die gewichtigen öffentlichen Interessen des Natur- und Landschaftsschutzes (Erhalt intakter Landschaftsraum Stettbach/Sagentobel) sowie der geordneten Besiedlung (kein Verkehrschaos) gegenüber. Ohnehin wird in den Projektunterlagen die auch gerichtlich verlangte Gesamtabwägung der betroffenen öffentlichen und privaten Interessen nicht vorgenommen.

    -Mitteilung des Stadtrates Dübendorf (mba)

    Kommentare

    Weiterlesen

    a
    Gen-Gefahr
    Curvy Model Stella
    Curvy Model Stella

    MEHR AUS OBERLAND

    Egg ZH
    Egg ZH
    5 Interaktionen
    Wetzikon
    Wetzikon ZH
    Wetzikon ZH
    Reinach AG
    Unihockey