Reinach (AG)

    Reinach AG: Pfannenstiel gibt klare Führung aus der Hand

    Der UHC Pfannenstiel verlor auswärts in Reinach AG trotz einer 4:1-Führung mit 4:5. Der Siegtreffer der Gastgeber fiel 58 Sekunden vor der Schlusssirene.

    Reinach AG
    Der UHC Pfannenstiel brachte die 4:1-Führung in Reinach nicht über die Zeit. - zVg

    Gegen Tabellennachbar UHC Lok Reinach brachte der UHC Pfannenstiel eine 4:1-Führung nicht über die Zeit und musste sich letztendlich auswärts mit 4:5 geschlagen geben. Pfanni verpasste es vor allem in der zweiten Spielhälfte mehr für das Spiel zu machen und weitere Tore zu erzielen. Durch diese Niederlage konnte die rote Laterne nicht den Reinachern übergeben werden, stattdessen nahm der Rückstand auf den zweitletzten Tabellenrang auf 5 Punkte zu.

    Trotz einem in vielerlei Hinsicht nicht zufriedenstellenden Abschlusstraining waren die Zürcher Oberländer gewillt in Runde 8 den ersten Vollerfolg einzufahren. Der Start ins Spiel war dann jedoch gar nicht wunschgemäss. Mit dem ersten Abschluss brachte Doyle die Einheimischen in Front.

    Er eroberte in der eigenen Zone den Ball, setzte zum Laufspiel an und traf in die linke untere Ecke zum 1:0 für das Heimteam. Pfanni liess sich dadurch aber vorerst nicht aus dem Konzept bringen und führte in der Folge die deutlich feinere Klinge. Den ersten gefährlichen Abschluss hatte dann Verteidiger Burkhart in der 4. Minute, doch Torhüter Haller war auf dem Posten.

    Auch in der 8. Minute war Haller hellwach als er gegen Ernst parierte. In der 10. und 11. Minute stand Pfanni-Hüter F.Schindele dann im Brennpunkt des Geschehens. Zuerst profitierte Lüscher von einem Ballverlust in der Mittelzone, setzte den Ball im 1:0 aber über das Tor hinweg und wenig später parierte F.Schindele eine 1:0-Situation gegen Keusch.

    Kurze Zeit später konnte auf der Gegenseite gejubelt werden Kernwein verwertete nach einem Abschluss von Schaub den Abpraller zum umjubelten 1:1-Ausgleich für die Gäste. Und es sollte noch besser kommen für die Zürcher. In der 14. Minute fasste sich J.Schindele auf der rechten Seite ein Herz und erwischte Haller in der nahen Ecke zum 2:1-Führungstreffer.

    Wiederum nur eine Minute später war es van Welie, der nach einem Freistoss eiskalt auf 3:1 erhöhen konnte. Pfanni kontrollierte nun Spiel und Gegner, verpasste es aber in der Folge das Skore weiter zu erhöhen. So stand nach 20 Spielminuten ein 3:1 auf der Anzeigetafel und die Zürcher Gäste durften mit dem Gezeigten durchaus zufrieden sein, insbesondere die erste Linie um Center J.Schindele konnte viel Druck erzeugen und sich beste Chancen erarbeiten.

    Der Start ins Mitteldrittel hätte dann besser nicht sein können. Bereits nach 25 Sekunden war es Kernwein, der einen 2:1-Konter mit J.Schindele wunderbar zum 4:1 abschloss. Mit diesem Tor konnte Reinach gleich wieder der Wind aus den Segeln genommen werden und es konnte noch nicht erahnt werden, dass dies der letzte Jubelmoment von Pfanni gewesen war.

    In der 25. Minute bewahrte dann F.Schindele mit zwei Paraden gegen Frey und Richner vor einem weiteren Gegentor. Pfanni seinerseits verpasste es aber auch für die vorzeitige Entscheidung zu sorgen. Am nächsten kam dieser Nufer, der zur Spielmitte seinem Meister zwei Mal in Haller fand.

    Dem Tor noch näher kam dann auf der Gegenseite Doyle, der mit einem sehenswerten Abschluss die Querlatte traf. Pfanni liess in der Folge etwas die Konsequenz vermissen, was bitter bestraft wurde. Fast aus dem Nichts verkürzten O.Reidy und Lok-Topscorer Horttanainen auf 2:4 respektive 3:4. Das Spiel war also mit der zweiten Drittelspause zum Leidwesen der Zürcher Oberländer völlig neu lanciert.

    Kurz nach Wiederanpfiff des letzten Drittels konnte Pfanni nach einem Stockschlag in Überzahl auflaufen. Ernst und Dudler hatten dabei die besten Abschlussmöglichkeiten, doch Tore wollten keine fallen. Kurz nach Ablauf des Powerplay lag dann gar der Ausgleich in der Luft.

    Horttanainen scheiterte an F.Schindele und B.Reidy verpasste das offene Tor Glück für Pfanni. Nach dieser Aktion reduzierte Pfanni-Trainer Feldmann auf zwei Linien. Dies sollte sich aber nicht auszahlen.

    Die Reinacher kamen immer stärker auf und konnten in Person voom schussgewaltigen B.Reidy den Ausgleich bewerkstelligen. Der erste Abschluss konnte noch weggeblockt werden, doch den zweiten hämmerte er unhaltbar unter die Querlatte zum 4:4. Die Freute bei den Einheimischen währte aber nicht lange, sahen sie sich doch wenig später mit einer Unterzahlsituation konfrontiert. Diese konnten sie aber dank grossem Kampf erneut überstehen.

    Die beste Chance für Pfanni hatte Karlsson, der seinen ersten Einsatz nach seinem Comeback absolvierte, aber an Haller scheiterte. Die Schlussphase hatte es dann bei packender Stimmung in der Halle definitiv in sich und es war offensichtlich, das Reinach diesen Heimsieg unbedingt wollte. Dieser Wille zahlte sich dann 58 Sekunden vor der Schlusssirene aus.

    Keusch brachte die Wynentaler erstmals in diesem Spiel in Front, es war zugleich auch der Siegtreffer. Das Time-Out und ein 6. Feldspieler brachten keine Wende mehr und so musste sich Pfanni erstmals in der Vereinsgeschichte den Reinachern geschlagen geben.

    Somit stehen die Zürcher Oberländer zum wiederholten Male mit leeren Händen da und es bleibt die Erkenntnis, dass dieses Spiel zwingend hätte gewonnen werden müssen. Aktuell findet der UHC Pfanni aber immer irgendwie einen Weg das Spiel noch aus den Händen zu geben und es dann zu verlieren, so bitter dies klingt. Um aus dieser Negativspirale herauszukommen, müssen sicherlich einige Rädchen neu eigestellt werden und das Team muss noch viel näher zusammenrücken.

    Verteidiger Burkhart fasste das Geschehene wie folgt zusammen: Heute hat man gemerkt, dass uns aktuell das nötige Selbstvertrauen fehlt. Nach einem soliden ersten Drittel und einem guten Start ins zweite Drittel haben wir zunehmend den Faden verloren. Lok Reinach stellte auf zwei Linien um und passte sein Spiel nur leicht an, trotzdem wurden wir nervös und konnten offensiv kaum noch gefährliche Abschlüsse herausspielen.

    Fässler der ebenfalls sein Comeback gab ergänzte: Den Start in die Saison 26/27 hat sich wohl jeder von uns etwas anders vorgestellt. Im Moment fällt es uns schwer, den Flow über 60 Minuten aufrechtzuerhalten. Dass das Potenzial klar vorhanden ist, hat das heutige Spiel gezeigt.

    Leider konnten wir unsere Leistung aber nicht über die ganze Spielzeit abrufen. Morgen haben wir bereits die nächste Chance! Wir würden uns sehr über lautstarke Unterstützung freuen.

    Lange Zeit den Kopf in den Sand zu stecken hat Pfanni wie von Fässler erwähnt nicht. Weiter geht es am Sonntag, 01.11.2026 um 16.00 Uhr in der heimischen Kirchwies in Egg gegen den UHC Grünenmatt mit dem Ziel den ersten Saisonsieg einzufahren.

    Bemerkung: UHC Pfannenstiel ohne Luginbühl, Rizzi, Schläpfer, Schüpbach, Sorri, Ushiu und Zehnder. 39:57-40:00 UHC Lok Reinach ohne Torhüter. 47:23 Pfostenschuss UHC Lok Reinach. 58:23 Time-Out UHC Pfannenstiel.

    58:23-58:35 UHC Pfannenstiel bei Ballbesitz ohne Torhüter. Best Player: Karlsson (UHC Lok Reinach) und Luginbühl (UHC Pfannenstiel).

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