Stadt Bern

    Stadtberner Sozialdienst-Anlaufstelle verzeichnet lange Wartezeiten

    Keystone-SDA Regional
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    Bern,

    Die Belastung der Anlaufstelle des Sozialdienstes der Stadt Bern hat in den vergangenen beiden Jahren massiv zugenommen. Der Zielwert von drei bis zehn Arbeitstagen für ein Erstgespräch wurde in diesem und im letzten Jahr durchgehend verfehlt.

    Bei der Sektion Intake des Sozialdienstes, der zentralen Anlaufstelle für Personen, die einen Antrag auf Sozialhilfe-Unterstützung stellen, hat die Belastung stark zugenommen. (Symbol...
    Bei der Sektion Intake des Sozialdienstes, der zentralen Anlaufstelle für Personen, die einen Antrag auf Sozialhilfe-Unterstützung stellen, hat die Belastung stark zugenommen. (Symbol... - Keystone/PETER KLAUNZER

    Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Antwort des Gemeinderats auf eine kleine Anfrage aus dem Stadtrat hervor. Aktuell liege die durchschnittliche Wartezeit bei 37 Tagen. Derzeit seien in 137 Dossiers noch Erstgespräche ausstehend, die allerdings bereits terminiert seien, hiess es weiter.

    Als Hauptursachen nannte die Stadtregierung komplexere Fälle sowie Probleme mit einem neuen Auszahlungssystem der Arbeitslosenkassen. Deswegen seien im ersten Quartal des laufenden Jahres die Sozialhilfe-Anträge sprunghaft angestiegen. Rund 130 Personen, die eigentlich Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung hätten, meldeten sich bei der Sozialhilfe.

    Um die Situation zu entschärfen, stockte der Sozialdienst sein Personal auf. Ein Rückgang der Wartezeiten wird laut dem Gemeinderat für den Herbst erwartet.

    Antragstellende in akuten finanziellen Notlagen würden in der Zwischenzeit mit Einkaufsgutscheinen unterstützt. Zudem nehme der Sozialdienst Kontakt mit Vermietern und Krankenkassen auf, um Mahnungen oder Wohnungsverluste zu verhindern.

    Mittelfristig sollen die Prozesse und Strukturen im Sozialdienst im Detail analysiert und angepasst werden, wie der Gemeinderat weiter schrieb. Ein entsprechendes Projekt sei bereits lanciert worden, erfordere aber zusätzliche Ressourcen inklusive eines Nachkredits.

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    Kommentare

    User #3649 (nicht angemeldet)

    Bern hat mit seiner Politik auch immer mehr Kunden. Bald arbeiten ungefähr 20% der Stadtbernerauf dem Sozialamt und weitere 30% beim Bund! Es kommt gut und die Steuern steigen erfreulich an!

    User #1254 (nicht angemeldet)

    Je mehr Stellen beim Sozialamt aufgestockt werden, umso mehr können wir die arbeitslosigkeit senken, und die Sozialkosten senken. Denn ob nun der Mensch fürs Nichtsmachen bezahlt wird, oder zum administrativ arbeiten beim Sozialamt. Bezahlen muss man den Menschen sowieso.

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