Stadt Thun schreibt 2025 trotz Steuersenkung schwarze Null
Die Stadt Thun hat ihre Rechnung für das Jahr 2025 mit einem kleinen Überschuss abgeschlossen. Trotz einer Steuersenkung resultiert ein Gewinn von 0,5 Millionen Franken. Budgetiert war ein Plus von 0,4 Millionen Franken.

Die Erfolgsrechnung weist Einnahmen von 335,9 Millionen und Ausgaben von 335,4 Millionen Franken aus, wie die Stadt Thun am Donnerstag mitteilte. Zum positiven Ergebnis trugen demnach tiefere Ausgaben bei Liegenschaften, Informatik sowie Personal bei.
Die Steuererträge fielen mit 143,8 Millionen Franken leicht höher aus als budgetiert, wie es weiter hiess. Mehrerträge bei den Grundstückgewinnsteuern glichen tiefere Einnahmen bei den Unternehmenssteuern aus.
Gleichzeitig stiegen auf der Ausgabenseite die Beiträge an die kantonalen Lastenausgleichssysteme gegenüber dem Vorjahr um 3,1 Millionen auf 69,6 Millionen Franken. Diese Zahlungen machen 48,4 Prozent des gesamten Steuerertrags aus.
Die Nettoinvestitionen betrugen 17,6 Millionen Franken und lagen damit rund 5 Millionen unter dem Budget. Aus der Selbstfinanzierung von 6,6 Millionen resultierte ein Finanzierungsfehlbetrag von 11 Millionen Franken.
«Trotz Senkung der Steueranlage erzielen wir ein positives Resultat», wird Finanzvorsteherin Andrea de Meuron (Grüne) in der Mitteilung zitiert. Dies zeige die «robuste finanzielle Basis der Stadt Thun». Die Stadt reduzierte ihre Steueranlage per 2025 von 1,72 auf 1,66 Einheiten.
Für die Zukunft rechnet der Gemeinderat mit tieferen Steuereinnahmen und einer höheren Verschuldung aufgrund geplanter Investitionen. Die Stadtregierung wolle an ihrer langfristigen Strategie festhalten und vorerst auf eine Kurskorrektur verzichten.






