Sexismus

    Stadt St. Gallen sammelt Meldungen gegen Sexismus und Rassismus

    Die Stadt St. Gallen hat am Montag eine Meldeplattform gegen sexuelle Belästigung und Diskriminierung eingeführt. Damit können Betroffene und Beobachtende sexistische, queerfeindliche und rassistische Vorfälle anonym melden.

    Die Stadt St. Gallen lanciert eine Meldeplattform gegen sexuelle Übergriffe und Diskriminierungen. (Symbolbild)
    Die Stadt St. Gallen lanciert eine Meldeplattform gegen sexuelle Übergriffe und Diskriminierungen. (Symbolbild) - KEYSTONE/DPA/HANNES P ALBERT

    Die Stadt mache damit entsprechende Erfahrungen sichtbar und fördere das gesellschaftliche Bewusstsein, hiess es in einer Mitteilung vom Montag. Das Tool ersetze hingegen keine Beratung oder Anzeige.

    Die Meldungen werden regelmässig ausgewertet, um Massnahmen wie verstärkte Präsenz oder Sensibilisierung vor Ort zu prüfen und umzusetzen. Weiter werden die gemeldeten Fälle einmal jährlich gesamthaft ausgewertet und in Form eines Berichts veröffentlicht.

    Die Plattform wird zusammen mit den Städten Zürich, Bern, Luzern, Lausanne, Biel und Kloten genutzt. Dies ermögliche ein gemeinsames Vorgehen gegen Diskriminierung.

    Das Tool soll die Bevölkerung ermutigen, hinzusehen, Vorfälle zu melden und so zu einem respektvollen Zusammenleben beizutragen. Die Massnahme steht gemäss Mitteilung im Zusammenhang mit der Istanbul-Konvention zur Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt und ergänze bestehende Aktivitäten der Stadt im Bereich Gleichstellung und Prävention.

    Auf der Plattform stgallenschauthin.ch befinden sich auch Hinweise zu Anlaufstellen, die Unterstützung und Beratung anbieten.

    Kommentare

    User #2373 (nicht angemeldet)

    Für Strafrechts relevante Taten sind die entsprechenden Instanzen zuständig und keine (anonyme) Plattform. Ich bin durchaus dafür zu sensibilisieren, aber bei solchem Vorgehen besteht die Gefahr des Denunziantentums. In Deutschland haben scheinbar immer mehr Menschen den Eindruck, nicht mehr ihre Meinung sagen zu dürfen: Fazit, man wählt eine Partei mit teilweise problematischer Ausrichtung. Ich möchte in der Schweiz nicht dahin kommen.

    User #5607 (nicht angemeldet)

    Wer kontrolliert, dass diese Plattform nicht für Rachefeldzüge missbraucht wird? Wer kontrolliert, ob die Meldungen echt sind und nicht erfunden?

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