Stadt Biel schreibt 2025 rote Zahlen
Die Rechnung 2025 der Stadt Biel schliesst mit einem Defizit von 5,68 Millionen Franken etwas schlechter ab als budgetiert. Die Zahlen wurden laut Gemeinderat durch Sondereffekte geprägt. Das finanzielle Korsett der Stadt bleibt eng.

Höhere Steuererträge und ausserordentliche Finanzerträge stützten das Ergebnis, wie die Stadtkanzlei in einer Mitteilung vom Dienstag schreibt. Die Steuererträge seien das Resultat der erfreulichen und dynamischen Entwicklung von Biel in den letzten Jahren.
Auf der anderen Seite führten tiefere Erträge aus dem Finanz- und Lastenausgleich sowie ein höherer Sach- und Transferaufwand zu einem negativen Abschluss.
Zu Buche schlugen unter anderem höhere Unterhaltskosten bei Gebäuden und Informatiksystemen, steigende Versicherungsprämien und Wertberichtigungen.
Zu letzteren führte auch ein Rangrücktritt der Stadt zugunsten der CTS AG, die unter anderem das Kongresshaus und die Tissot Arena betreibt. Ohne diese Unterstützung drohte der stadteigenen CTS die Überschuldung.
Ein weiterer grösserer Posten betraf die Einrichtung einer Sonderrechnung für die Multisporthalle «Sportfabrique». Die entsprechende Finanzierungstransaktion konnte im Budget 2025 noch nicht berücksichtigt werden, da das zugrunde liegende Reglement erst zu einem späteren Zeitpunkt verabschiedet wurde. Weitere Mehrkosten ergeben sich aus dem Lastenverteilsystem Sozialhilfe sowie aus Beiträgen an Dritte.
Auf der positiven Seite stehen die Steuererträge, die insgesamt über 15 Millionen Franken höher ausfielen als budgetiert. Die Entwicklung wertet der Gemeinderat als erfreulich. Allerdings seien in den 2025er-Zahlen einmalige Effekte enthalten. Von einer strukturellen Trendwende mag die Stadt deshalb noch nicht sprechen.
Der Finanzertrag lag 17,25 Millionen Franken über dem Budget. Massgeblich dafür waren unter anderem Verlängerung und Errichtung von Baurechten, insbesondere im Zusammenhang mit dem Bauprojekt des Fachhochschulcampus. Diese Vorgänge seien nicht direkt liquiditätswirksam, verbesserten aber das Jahresergebnis, schreibt die Stadt.
Die Verschuldung der Stadt stieg im vergangenen Jahr lediglich leicht an, allerdings nur, weil Investitionen verschoben wurden.
«Der Handlungsspielraum der Stadt Biel im Finanzhaushalt ist wie bei den anderen Gemeinden gering», heisst es in der Mitteilung weiter. Die Verschuldung werde weiterhin ein Thema sein. Um weiter investieren zu können, benötige es neben dem Sanierungspaket «Substance plus» einen gezielten und nachhaltigen Einsatz der finanziellen Mittel.






