Stadt Bern zählt mehr briefliche Stimmen als 2022
In der Stadt Bern könnte die Beteiligung an den kantonalen Wahlen höher ausfallen als noch vor vier Jahren. Rund 32’300 Stimmberechtigte haben heuer brieflich gewählt, wie ein Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte.

Das entspricht einer Stimmbeteiligung von rund 35,9 Prozent. Bei den Gesamterneuerungswahlen 2022 hatten 29'500 Personen ihre Stimme brieflich abgegeben. Am Schluss lag die Beteiligung in der Stadt Bern bei 37,2 Prozent. Kantonsweit nahmen fast 32 Prozent der Stimmberechtigten an den Wahlen teil.
Für die Wahlen von heute Sonntag sind insbesondere in den letzten Tagen noch zahlreiche briefliche Stimmen eingegangen. Am Dienstag zählte die Stadt erst 13'437 Antwortcouverts, wie sie damals auf der Plattform Bluesky mitteilte.
Bis um 12 Uhr wird sich die Beteiligung aber noch massgeblich verändern. Dann schliessen im ganzen Kanton die Urnen. Im Schulhaus Hochfeld etwa, wo die Stimmberechtigten des Berner Stadtteils Länggasse-Felsenau ihre Wahlzettel in die Urne legen, war am Sonntagvormittag noch reges Treiben. Vergleichbar mit einem nationalen Abstimmungssonntag war das Aufkommen aber nicht.
Im bürgerlich dominierten Kanton ist die Mobilisierung in den linken Hochburgen Bern und Biel für das rotgrüne Lager mitunter entscheidend. In der zu Ende gehenden Legislatur hatten SP, Grüne und Alternative Linke in der Stadt Bern gemeinsam einen Wählerinnen- und Wähleranteil von 60 Prozent.






