Spital Wetzikon ersucht Kanton um Geld – erneute Absage
Spital Wetzikon bittet Kanton Zürich um 50 Millionen Franken Garantie. Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli lehnt das Gesuch ab.

Das krisengeplagte GZO Spital Wetzikon reicht beim Kanton Zürich erneut ein Hilfsgesuch ein. Elf der zwölf Aktionärsgemeinden beantragen beim Regierungsrat eine Garantie über 50 Millionen Franken, wie das «SRF» berichtet.
Mit der Garantie will das Spital Wetzikon Kapital zu marktüblichen Konditionen aufnehmen und den Neubau fertigstellen. Im Gegenzug soll der Kanton Zürich das Spitalareal als Pfandrecht erhalten.
Der neue Antrag unterscheidet sich vom Gesuch aus dem März 2024, das damals abgelehnt wurde. Anstelle von 180 Millionen Franken werden nun 50 Millionen beantragt, wie «Medinside» schreibt.
Rickli lehnt erneut ab
Die Baustelle des Neubaus ruht seit Mai 2024 und ist zu 70 Prozent fertiggestellt, berichtet die «NZZ». Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli reagiert umgehend auf das Gesuch und lehnt ab.
Die Gesundheitsdirektion teilte gegenüber Keystone-SDA mit, es sei nicht Aufgabe des Kantons, das Spital zu unterstützen, berichtet «Medinside».

Das Spital habe sich selbst in diese Lage gebracht, so Rickli laut «NZZ». Andere Regionalspitäler würden ihre Herausforderungen eigenverantwortlich und erfolgreich angehen.
Spital Wetzikon in Nachlassstundung
Das Spital Wetzikon befindet sich seit April 2024 in der definitiven Nachlassstundung, berichtet die «NZZ». Die Gläubiger müssen einem Schuldenschnitt von 70 Prozent zustimmen.
Das entspricht einem Verzicht auf 160 bis 180 Millionen Franken.
Das Spital im Zürcher Oberland verfügt über 150 Betten und beschäftigt rund 900 Mitarbeitende. Der Betrieb läuft trotz Nachlassstundung normal weiter, wie das «SRF» festhält.








