Oberland

    Schwerzenbach und Volketswil kämpfen mit Tapinoma Ameise

    Keystone-SDA Regional
    Keystone-SDA Regional

    Uster,

    Die Tapinoma Ameise hat sich in Schwerzenbach und Volketswil stark ausgebreitet. Der Schädling soll nun über die Gemeindegrenzen hinweg bekämpft werden.

    Die invasive Tapinoma Ameise breitet sich in Volketswil und Schwerzenbach stark aus. Jetzt soll sie koordiniert bekämpft werden. (Archivbild)
    Die invasive Tapinoma Ameise breitet sich in Volketswil und Schwerzenbach stark aus. Jetzt soll sie koordiniert bekämpft werden. (Archivbild) - KEYSTONE/DPA/ULI DECK

    Noch im Juni 2025 meldeten die Gemeinden eine befallene Fläche von rund 35 Fussballfeldern, jetzt sind es schon 56. Rund 400'000 Quadratmeter seien befallen, teilten Schwerzenbach und Volketswil am Freitag mit.

    «Unser oberstes Ziel ist der Schutz von Gebäuden, Infrastruktur und der Lebensqualität unserer Bevölkerung», wird der Volketswiler Gemeinderat James Frei (parteilos) zitiert. Auch die Eigentümer sind um Mithilfe bei der Bekämpfung gebeten.

    Die Gemeinden beauftragen nun die Griffin Ranger GmbH damit, eine Ameisen-Koordinationsstelle zu führen. So soll jede Massnahme im Gebiet synchronisiert ablaufen. Derzeit wird das Bekämpfungskonzept ausgearbeitet. Die koordinierte Bekämpfung ist ab Frühling 2027 geplant. Das Befallsgebiet verläuft der Bahn entlang vom Industriegebiet an der Industriestrasse in Volketswil bis nach Schwerzenbach.

    Über Pflanzen eingeschleppt

    Die invasive Tapinoma Ameise stammt ursprünglich aus dem südlichen Mittelmeerraum. Typisch ist ihre einheitliche schwarze Färbung sowie die sehr gut ersichtlichen Grössenunterschiede zwischen den einzelnen Tieren innerhalb derselben Kolonie. Ein wichtiges Erkennungsmerkmal ist zudem ihr typischer Geruch, der beim Zerdrücken der Ameise an Buttersäure oder Aceton erinnert.

    Die Verschleppung erfolgt häufig über Topf- und Gartenpflanzen sowie über den Transport von Erdmaterial, Bau- und Gartenabfällen. Das massenhafte Auftreten der Ameise führt zu erheblichen Belästigungen ausserhalb sowie innerhalb von Gebäuden, in welche sie aufgrund ihrer Grösse problemlos eindringen können. In stark befallenen Gebieten ist ein Aufenthalt im Freien teilweise kaum noch möglich, da sich diese Ameise auch durch ihr sehr wehrhaftes Verhalten auszeichnet.

    Die Unterhöhlung des Bodens kann zudem die Stabilität des Untergrunds beeinträchtigen und die Sicherheit gefährden. Tapinoma können Schäden an Fassaden, Isolationen und elektrischen Anlagen verursachen und gelten als Hygieneschädlinge.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #1734 (nicht angemeldet)

    Eine Ameisenart aus dem Mittelmeerraum. Aha. Ich wette, dass diese Ameisenart in den vergangenen 50000 Jahren schon mindestens 1000 Male nördlich der Alpen beheimatet war jeweils für viele Jahrhunderte, je nach Verlauf des stetigen Klimawandels. Es handelt sich somit ganz klar um eine einst ausgestorbene, heimische Spezies, die nun erfolgreich wiederangesiedelt wurde. Und sie bereichert unsere Biodiversität. Bravo Tapinoma!

    User #4344 (nicht angemeldet)

    Hier mein Tipp: Ameisen, auch in grösseren Mengen, kann man prima mit dem Staubsauger aufnehmen. Im Staubbeutel müssen sie dann grausam sterbseln. Aber sie haben es nicht anders verdient.

    Weiterlesen

    Gender pay Cap
    180 Interaktionen
    Studie
    Lehrerin
    330 Interaktionen
    Gegen Störenfriede

    MEHR AUS OBERLAND

    stettbach
    137 Interaktionen
    Im Pendlerverkehr
    Wahlen
    Rüti ZH
    Wetzikon ZH
    Wetzikon ZH
    Dübendorf ZH
    Dübendorf ZH