Schule Pfäffikon setzt Massnahmen nach Entlassung «angemessen» um
Nachdem der Bezirksrat das Vorgehen der Schule Pfäffikon ZH bei der Entlassung eines Lehrers gerügt hatte, zeigt er sich nun zufrieden mit der Umsetzung der von der Schule getroffenen Massnahmen. Der Lehrer brachte damals öffentlich seine Entlassung mit seiner Homosexualität in Zusammenhang.

Der Bezirksrat Pfäffikon hatte im Sommer 2024 ein aufsichtsrechtliches Verfahren im Zusammenhang mit der Auflösung dieses Arbeitsverhältnisses eröffnet.
Ein Jahr später stellte der Bezirksrat fest, dass es Hinweise auf klare Rechtsverletzungen gebe. Er ging aber nicht davon aus, dass die Homosexualität des Lehrers der Grund für die Entlassung war. Unkenntnis über rechtliche Vorgaben und Druck von aussen hätten zu Rechtsverletzungen geführt, hielt der Bezirksrat damals fest.
Er anerkennt auch, dass die Schule von sich aus Massnahmen eingeleitet hatte. Das aufsichtsrechtliche Eingreifen beschränke sich darum auf die Überprüfung dieser Massnahmen, so der Bezirksrat im Sommer. Er wies die Schule an, Bericht über den Stand der Massnahmen zu erstatten.
Dieser Aufforderung kam die Schule nach: Der Bericht ging Ende Oktober 2025 beim Bezirksrat ein. Dieser bewertet die getroffenen Massnahmen der Schule sowie den Stand von deren Umsetzung nun als «angemessen», wie er am Mittwoch mitteilte. Der Grossteil der Massnahmen sei zum jetzigen Zeitpunkt bereits umgesetzt oder die Erarbeitung stehe kurz vor Abschluss.
Die Schule habe mit den eingeleiteten Massnahmen die damals bestehenden Missstände aufgegriffen und mehrere Schritte unternommen, die geeignet seien, die festgestellten Defizite zu beheben, schreibt der Bezirksrat.
Die Massnahmen zielten unter anderem auf die Einhaltung personalrechtlicher Vorgaben, Verantwortlichkeiten und die Kommunikation zwischen Schulleitung, Leiter Bildung und Schulpflege sowie die Unterstützung für Mitarbeitende in anspruchsvollen Situationen, heisst es.
Der Lehrer hatte sich nach seiner Entlassung an die Medien gewandt und dabei seine Homosexualität und den Sexualkundeunterricht als Hintergründe für die Entlassung genannt. Religiös-konservative Eltern hätten Druck gegen ihn gemacht. Die Schule nannte seine Art und Weise mit Vorwürfen und kritischen Rückmeldungen umzugehen, als Entlassungsgrund.






