Regierung

Regierung legt Anpassung der KWO-Konzession für Grimselstausee vor

Der Berner Regierungsrat will die rechtlichen Voraussetzungen für die Erhöhung des Grimselstausees schaffen. Er legt dem Grossen Rat die dafür nötige Anpassung der Wasserkraftkonzession der KWO vor, wie er am Donnerstag mitteilte.

Das grosse Winterstrom-Potenzial des Grimselstausees soll genutzt werden. (Archivbild)
Das grosse Winterstrom-Potenzial des Grimselstausees soll genutzt werden. (Archivbild) - KEYSTONE/GAETAN BALLY

Die Kraftwerke Oberhasli AG (KWO) will den maximalen Wasserspiegel um 23 Meter anheben. Die Staumauern Spitallamm und Seeuferegg sollen entsprechend erhöht werden.

Mit dem Ausbau könnte zusätzliche Energie gespeichert und insbesondere im Winter genutzt werden. Laut Regierung entspricht dies einer Strommenge für mehr als 53'000 Haushalte.

Das Vorhaben stehe im Einklang mit der Energiestrategie 2050 des Bundes, hielt der Regierungsrat fest. Am Runden Tisch Wasserkraft sei es als eines der grossen Winterstrom-Potenziale bewertet worden.

Die Anpassung der Konzession regelt auch ökologische Vorgaben. Vorgesehen sind ein Restwasserregime sowie zusätzliche Massnahmen zum Schutz von Biodiversität und Landschaft, die über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgehen.

Damit werde gewässerökologischen Interessen Rechnung getragen, schrieb der Regierungsrat. Die betroffenen Gemeinden Guttannen und Innertkirchen unterstützen seinen Angaben zufolge das Projekt. Sie hatten zunächst Vorbehalte geäussert und Nachbesserungen verlangt.

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