Zukunft an der A6: Neuer Autobahnwerkhof Gesigen geplant
Mit Holzbau und Photovoltaik plant das Astra den neuen Werkhof an der A6 zwischen Thun und Spiez. Das Siegerprojekt integriert sich sanft in die Landschaft.

Der Autobahnwerkhof Gesigen an der A6 zwischen Thun und Spiez soll durch einen Neubau ersetzt werden, berichtet das Bundesamt für Strassen Astra. Der Neubau soll hohen architektonischen und landschaftlichen Ansprüchen sowie den Anforderungen der heutigen und künftigen betrieblichen Abläufe entsprechen.
Um diese Ansprüche zu erfüllen, hat das Astra einen Studienauftrag durchgeführt. Mit dem siegreichen Planungsteam unter der Leitung von Büro B Architekten in Bern wird nun der Neubau im Detail geplant.
Der Autobahnwerkhof Gesigen an der A6 zwischen Thun und Spiez beheimatet den Stützpunkt der Gebietseinheit für den Betrieb und Unterhalt der Nationalstrassen in diesem Abschnitt. Zudem sind die Kantonspolizei Bern und der Rettungsdienst der Spital STS AG in den Räumlichkeiten eingemietet.
Ersatzneubau für zukunftsfähige Infrastruktur
Die Anlage stammt grösstenteils aus den 1960er- und 1970er-Jahren und viele Bauteile haben ihr Lebensende erreicht oder werden es bald erreichen. Um die Infrastruktur zu erneuern und die betrieblichen Abläufe den heutigen sowie künftigen Anforderungen anzupassen, hat sich das Bundesamt für Strassen Astra entschieden, einen vollständigen Neubau des Werkhofs zu realisieren.
Der Neubau soll eine hohe architektonische Qualität aufweisen, sich gut in das Landschaftsbild einfügen und den Anforderungen der Nachhaltigkeit in Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft Rechnung tragen.
Um diese Anforderungen zu erfüllen, hat das Astra einen Studienauftrag durchgeführt. Aus sechzehn Eingaben haben sich vier Teams für den Studienauftrag qualifiziert. Die Planungsteams haben in der zweiten Hälfte 2025 ihre Projektstudien erarbeitet.
Sorgfältige Bewertung führt zum Siegerprojekt
Das Beurteilungsgremium, bestehend aus Vertretern des Astra, der Gemeindepräsidentin der Standortgemeinde Spiez sowie verschiedenen Fachpersonen, hat die Studien nach festgelegten Kriterien umfassend beurteilt und bewertet.
Dabei wurden unter anderem das architektonische Gesamtkonzept, die Organisation des Areals, die betrieblichen Abläufe, der Minergie-P-Eco-Standard für den Büroteil, die Lebenszyklusbetrachtung in Bezug auf Umweltwirkungen, Beiträge zur Biodiversität und zum Mikroklima sowie wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt.
Die Projektstudie des Planungsteams unter der Leitung von Büro B Architekten AG in Bern wurde als Siegerprojekt ausgewählt. Sie überzeugt mit einem innovativen Erschliessungs- und Nutzungskonzept, das den heutigen und künftigen Anforderungen des Autobahnwerkhofs und des Polizeistützpunkts gerecht wird.
Nachhaltiges Gesamtkonzept und nächste Planungsschritte
Mit Bäumen, Hecken und Wiesen wird die ökologische Vielfalt und Vernetzung gefördert und ein sanfter Übergang geschaffen. Eine grosse PV-Anlage, ein durchdachtes Lüftungs- und Gebäudetechnikkonzept sowie eine nachhaltige Holzbauweise leisten einen Beitrag zur Nachhaltigkeit des Baus.
Mit dem siegreichen Planungsteam wird nun der Neubau im Detail geplant. Gemäss heutigem Stand werden die Arbeiten zum Neubau des Werkhofs Gesigen nicht vor 2030 beginnen.










