Planauflagen in Basel-Stadt sind ab 11. Februar nur noch digital
Wer bauen will, muss ab Februar im Kanton Basel-Stadt kein Papier mehr einreichen. Nicht nur die Gesuche, sondern das ganze Baubewilligungsverfahren wird digital möglich, wie die Regierung am Dienstag mitteilte. Somit entfallen die physischen Planauflagen am Münsterplatz.

Ab 11. Februar sind die Pläne während der Publikationsfrist jeweils digital einsehbar. Wer privat keine Möglichkeit hat, diese online anzuschauen, kann beim Bau- und Verkehrsdepartement am Münsterplatz dafür einen Computerarbeitsplatz nutzen, wie es im Communiqué heisst.
Bereits seit rund zwei Jahren können Baubegehren online erfasst werden. Bis anhin musste Gesuchsteller und Gesuchstellerinnen die Formulare anschliessend ausdrucken und in Papierform einreichen. Mit der vollständigen Digitalisierung können sie die Baueingaben ab dem 4. Februar online übermitteln.
Während einer Übergangsfrist ist es möglich, die Unterlagen wahlweise noch auf Papier einzureichen. Das ist vor allem für jene Architekten und Architektinnen beziehungsweise Bauherrschaften wichtig, die bereits mit der Erstellung ihres Gesuchs begonnen haben.
«In absehbarer Zeit» werde das Verfahren ausschliesslich digital, schreibt die Regierung. Einsprachen laufen hingegen bis auf Weiteres nicht elektronisch. Dies würde nämlich bedingen, das Einsprechende ein E-Konto beim Kanton haben. Daher erfolgt der Versand der Bau- und Einspracheentscheide weiterhin per Post.
Sobald die gesetzlichen Grundlagen und technischen Möglichkeiten vorhanden sind, um Verfügungen digital zuzustellen, wird aber auch das elektronisch erfolgen. Der Kanton plant eine Umsetzung per Ende 2027. Für die nun realisierte digitale Eingabe und Publikation der Baubegehren hat die Regierung bereits dieses Jahr die gesetzlichen Grundlagen geschaffen, wie es weiter heisst.






