Parlament Zürich lehnt EWZ-Bonus ab
Der Gemeinderat Zürich möchte keinen 80 Millionen Bonus aus dem Gewinn des EWZ an die Bevölkerung verteilen. Das Geld werde für Investitionen dringend benötigt, argumentierte er.

Das EWZ (Elektrizitätswerk der Stadt Zürich) hatte im Jahr 2024 einen Gewinn von 355 Millionen Franken ausgewiesen. Mit der Initiative «EWZ-Bonus für alle – 80 Millionen Franken Volksdividende», wollte die AL einen Teil, nämlich einen Beitrag von je 340 Franken, an jeden Haushalt verteilen. Die Zahlung hielt sie für einen wirksamen Betrag zur Stärkung der Kaufkraft.
Auf den ersten Blick eine spannende Idee, wie Dominik Waser von den Grünen fand. Allerdings sei das EWZ ein elementar wichtiger Teil für die Energiewende. «In den nächsten Jahren stehen grosse Investitionen an, für die das Geld benötigt wird», sagte Waser.
Ähnlich sah das Ursina Merkler von der SP. Sie warnte davor, heute Gewinn abzuschöpfen, der morgen fehle. Dem pflichtete die Mitte bei, und auch die GLP erachtet die Initiative als den falschen Ansatz.
«Das EWZ bleibt in den nächsten Jahren nicht auf den Gewinnen sitzen, sondern benötigt diese zum Beispiel für den Ausbau der Fernwärme», sagte Michael Schmid von der FDP. «Es gebe keinen Grund, Gschänkli zu verteilen», sagte Johann Widmer von der SVP.
Ein Geldregen für alle Menschen in der Stadt Zürich klinge zwar super, fand auch Stadtrat Michael Baumer, doch dieser habe Konsequenzen. «Wird der Bonus ausgeschüttet, entziehen wir der Stadt Zürich an anderer Stelle die 80 Millionen Franken», sagte er. Der Stadtrat lehne daher die Initiative ab.
Mit 107 zu 9 Stimmen fand die Initiative im Gemeinderat schliesslich keine Mehrheit.










