Obwalden

Obwalden zahlt weiterhin Beitrag an Luzerner und Zürcher Kultur

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Obwalden entschädigt die Kantone Luzern und Zürich weiterhin für ihre grossen Kulturinstitutionen wie das KKL oder das Opernhaus. Der Kantonsrat hat mit 44 zu 8 Stimmen 1,123 Millionen Franken für die Jahre 2026 bis 2028 beschlossen.

Die Tonhalle Zürich ist eine der Kulturinstitutionen, welche der Kanton Obwalden freiwillig unterstützt. (Archivaufnahme)
Die Tonhalle Zürich ist eine der Kulturinstitutionen, welche der Kanton Obwalden freiwillig unterstützt. (Archivaufnahme) - KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

Damit zahlt Obwalden wie schon zuvor jährlich total 374'000 Franken in den Kulturlastenausgleich. 333'000 Franken gehen an den Kanton Luzern für das KKL, das Luzerner Theater und das Sinfonieorchester, 41'000 Franken an den Kanton Zürich für das Opernhaus, das Schauspielhaus und die Tonhalle.

Die drei grossen Luzerner Kulturhäuser werden jährlich von rund 4900 Personen aus Obwalden besucht, die drei in Zürich von rund 600, wie der Regierungsrat in seinem Bericht an das Parlament festhielt.

Obwalden ist nicht Mitglied des Kulturlastenausgleichs. Es handelt sich somit um eine freiwillige Zahlung. Wäre Obwalden im Kulturlastenausgleich, müsste der Kanton jährliche Beiträge von 707'000 Franken zahlen.

Mit dem Kulturlastenausgleich sollen Nachbarkantone von Luzern und Zürich diesen beiden Stände für Zentrumslasten entschädigen. Das Vertragswerk wurde 2010 beschlossen.

Neben den Nehmerkantonen Luzern und Zürich werden als Zahler einzig noch Zug und Uri als Zahler im Kulturlastenausgleich dabei sein. Der Aargau will 2027 aus dem Vertrag aussteigen und wie Obwalden, Nidwalden und Schwyz einen freiwilligen Beitrag leisten.

Für den Obwaldner Regierungsrat ist die freiwillige Zahlung ein wichtiges politisches Zeugnis für eine solidarische Zusammenarbeit. Bildungs- und Kulturdirektor Christian Schäli (CSP) sagte, die unterstützten Kulturhäuser würden einen Beitrag zur Obwaldner Standortqualität leisten.

Im Kantonsrat gab es nur vereinzelt Kritik. Die SVP wies so auf die finanzielle Lage der Obwaldner Finanzen hin. In anderen Voten wurde betont, dass Drittkantone auch die Obwaldner Kultur unterstützten.

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