Kanton Obwalden mischt sich nicht in Sarner Parkplatzplanung ein
Der Obwaldner Regierungsrat muss die Möglichkeit eines zentralen Parkhauses in Sarnen nicht prüfen. Der Kantonsrat hat am Donnerstag ein Postulat von Martin Sigg (FDP) mit 37 zu 11 Stimmen abgelehnt, weil es sich um eine Angelegenheit der Gemeinde handle.

Der Bedarf nach einem zentralen Parkhaus in Sarnen sei unbestritten, erklärte Sigg. Dieses könne als Park-and-Ride-Drehscheibe des ganzen Tals dienen.
Im Zentrum des Postulats stand ein unterirdisches Parkhaus auf dem Marktplatz-Areal. Das Postulat verlangte aber auch die Prüfung von anderen Standorten. Er fordere keine Machbarkeitsprüfung, sondern nur die Prüfung von Optionen, sagte Sigg.
Der Regierungsrat lehnte das Ansinnen ab. Baudirektor Josef Hess (parteilos) sagte, die Parkplatzplanung sei Sache der Gemeinden. Sigg bezeichnete diese Haltung als «Armutszeugnis für den gestalterischen Willen des Regierungsrats».
Dominik Imfeld (Mitte/GLP) unterstützte zwar den Inhalt des Postulats. Eigentümerin des Marktplatzes sei aber vor allem die Gemeinde. Es gehe hier somit nicht um eine Kantonsaufgabe. «Da Postulat ist der falsche Weg», sagte er. «Der Ball liegt bei der Gemeinde Sarnen».
Werner Ettlin (SVP) bezeichnete die Idee eines unterirdischen Parkhauses beim Marktplatz als kaum realisierbar und teuer. Auch er sagte, dass das Thema zunächst von der Gemeinde geprüft werden solle.






