Neue Quartierküche im Berner Tiefenauspital kommt vors Volk
Das Stadtberner Stimmvolk kann im Juni über den Einbau einer neuen Quartierküche im ehemaligen Tiefenauspital entscheiden. Der Stadtrat hat den Kredit von 7,8 Millionen Franken am Donnerstag mit 47 zu 15 Stimmen bei vier Enthaltungen gutgeheissen.

Die Stadt Bern will eine weitere Quartierküche einrichten, um die steigende Zahl von Mahlzeiten für Schulkinder in der Tagesbetreuung zu bewältigen. Die Quartierküche wird im Ostflügel des Gebäudes eingerichtet, wo sich früher die Spitalküche befand.
Das Tiefenauspital hatte den Betrieb Ende 2023 eingestellt. Alle Gebäude und Anlagen auf dem Areal gingen wieder ins Eigentum der Stadt über. Bis die langfristige Nutzung für das Areal geklärt ist, wird es unter anderem von einer Asylunterkunft und einer Kita zwischengenutzt – mindestens bis 2034.
«Es wird davon ausgegangen, dass die Grossküche darüber hinaus bestehen bleiben kann», schrieb der Gemeinderat in seiner Vorlage. Das rief SVP und FDP auf den Plan.
Es sei nicht vertretbar, rund acht Millionen Franken in ein Projekt mit unklarer langfristiger Perspektive zu investieren, sagte Simone Richner (FDP). Zuerst müsse die künftige Nutzung des Areals geklärt werden, forderte Ueli Jaisli (SVP). Die Rückweisungsanträge seiner Fraktion blieben chancenlos.
Hinter die Vorlage stellte sich die Ratslinke. Die zusätzliche Quartierküche sei nötig, um nicht von externen Caterern – etwa aus Zürich – abhängig zu werden, sagte Mirjam Roder (GFL). Acht Millionen Franken seien viel Geld, der Bedarf aber ausgewiesen, und Alternativen wären noch teurer.
Als Eigentümerin des Areals habe es die Stadt in der Hand zu bestimmen, wie lange die Küche genutzt werden könne, sagte Roder. Auf Antrag seiner vorberatenden Kommission erhob der Stadtrat darauf die Forderung, dass die Küche mindestens 20 Jahre betrieben wird. «Für uns ist klar, dass wir das anstreben», sagte Gemeinderätin Ursina Anderegg (GB).






