Mit Wasserwerfer gegen die Hitze auf dem Berner Bahnhofplatz
Ein AL-Postulat fordert, dass die Polizei Wasserwerfer an Hitzetagen auch zur Abkühlung der Menschen einsetzen soll.

Das Wichtigste in Kürze
- Wasserwerfer sollen an «Hotspots» wie dem Berner Bahnhofplatz für Abkühlung an Hitzetagen sorgen.
- Das fordert ein AL-Postulat im Stadtrat.
- Als Vorbild dient die Berliner Polizei, die damit diesen Sommer Erfahrungen gesammelt hat.
Wasserwerfer können nicht nur Demonstranten in Schach halten. Unter anderem können sie auch Feuer löschen, wie sich während der Krawall-Demo vom 11. Oktober 2025 zeigte: Nur weil ein Wasserwerfer schnell reagierte, konnte der Brandanschlag auf das Restaurant «Della Casa» vereitelt werden.
Nun soll die Stadt Bern einen weiteren Verwendungszweck prüfen, fordern AL-Stadtrat David Böhner und Mitunterzeichnende in einem Postulat: Der Wasserwerfer der Kantonspolizei soll an Hitzetagen für Abkühlung sorgen.
Kühles Nass bei 40 Grad
Bern unternehme zwar schon Einiges gegen die Hitzebelastung, räumen die Postulanten ein: Entsiegelungen, Baumpflanzungen, Umsetzung des «Schwammstadt»-Prinzips. Das nütze aber längerfristig.

Kurzfristig – wie diesen Sommer – gebe es aber immer noch «Hotspots», an denen regelmässig über 40 Grad gemessen werden. Auch von vielen Personen frequentierte Orte: «beispielsweise der Bahnhofplatz unter dem Baldachin». Dort sei die Hitze für die wartenden ÖV-Passagiere unerträglich.
Von Berlin nach Bern
Hier könne ein Wasserwerfer Abhilfe schaffen. Natürlich nicht mit einem gezielten Strahl auf Brusthöhe, sondern «mit kaltem Sprühregen».

Das geht, weiss die AL mit Verweis auf Berlin: Dort hat die Polizei mit Wasserwerfern diesen Sommer verschiedentlich für Abkühlung gesorgt.
Seien es Bruno-Mars-Fans vor dem Olympiastadion, Raver an der Techno-Parade oder Passantinnen und Passanten vor dem Brandenburger Tor: Bei «Drei-zwo-eins, Wasser marsch» reagierten sie zuerst mit Staunen, dann mit Entzücken.
Oder, wie es im Stadtrats-Vorstoss heisst: «Die Polizei kann damit sogar ihr angeschlagenes Image aufbessern, wenn die teuren Wasserwerfer mal für etwas Sinnvolles eingesetzt werden.»








