Könizer Gemeinderat setzt sich «messbare und realistische Ziele»
Der Gemeinderat von Köniz hat am Dienstag den Legislaturplan für die Jahre 2026 bis 2029 präsentiert. Er stellt damit die Weichen für die künftige Entwicklung der viertgrössten bernischen Gemeinde nach Bern, Biel und Thun.

Angestrebt wird eine «qualitätsvolle Entwicklung», wie der Gemeinderat in corpore vor den Medien betonte. Zu den vordringlichen Zielen gehören mehr bezahlbarer Wohnraum durch Genossenschaftsprojekte und Arealentwicklungen wie das Rappentöri. Zudem sind der Ausbau durchgängiger Velorouten sowie Massnahmen zur Schulwegsicherung vorgesehen.
Der Gemeinderat will zudem die lokale Wirtschaft stärken, die Landwirtschaft unterstützen und Kulturveranstaltungen wie die Art Köniz fördern. Der gesellschaftliche Zusammenhalt soll gestärkt werden, etwa durch Begegnungszentren wie den Bärensaal in Niederscherli und das Graber-Areal im Liebefeld.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Klima-Massnahmen. Die Projekte reichen von der Förderung von Solarstrom bis zur Dekarbonisierung der Mobilität. Bei den Finanzen strebt der Gemeinderat eine gleichbleibende Steueranlage von 1,58 an.
Gemeindepräsidentin Tanja Bauer (SP) betonte, man wolle die Gemeinde so gestalten, dass alle von der Entwicklung profitierten. Der Gemeinderat habe das Leitbild mit «klaren, messbaren, aber auch realistischen Zielen» in einem einvernehmlichen Prozess erarbeitet.
Das bestätigten die Gemeinderatsmitglieder Dominic Amacher (FDP), Kathrin Gilgen (SVP), Thomas Marti (GLP) und Dominique Bühler (Grüne). «Unsere gemeinsame Aufgabe ist es, Köniz voranzubringen», betonte etwa Gemeinderätin Gilgen. Die Parteipolitik sei im Hintergrund geblieben.
Die Gemeinde gibt sich auch einen neuen visuellen Auftritt. Das prägende Element ist ein Logo mit einem prägnanten K. Die Auffrischung ist mit Kosten von rund 60‘000 Franken verbunden, wie es an der Medienkonferenz hiess.






